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20. Mai 2020, 9:58 Uhr

So geht’s richtig Corona: Diese Regeln gelten in Restau­rants und Cafés

Nach dem weitgehenden Lockdown lockert Deutschland viele Regeln, die bislang wegen der Corona-Pandemie geherrscht haben. Das betrifft auch Vorschriften für den Gastronomiebereich. So haben viele Restaurants und Cafés wieder geöffnet. Außer in Bayern. Dort ist das erst ab dem 25. Mai erlaubt. In jedem Fall musst du dich beim Restaurantbesuch an gewisse Auflagen gewöhnen. Welche das sind, bestimmen die Bundesländer. Hier findest du einen Überblick zu den wichtigsten Regelungen (Stand 18. Mai 2020).

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Corona-Regeln: Unter­schie­de im Detail

Grundsätzlich ähneln sich die Vorgaben, unter denen Gaststätten ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Das heißt, dass in jedem Bundesland die wichtigsten Bestimmungen dazu weitgehend gleich sind.

Trotzdem gibt es im Detail Ausnahmen und Alleingänge. Das betrifft beispielsweise die Öffnungszeiten. Während die in Baden-Württemberg nicht eingeschränkt sind, sind sie in Berlin auf die Zeit zwischen 6 und 22 Uhr festgelegt. Auch in anderer Hinsicht kommt es zu abweichenden Vorschriften. Welche konkret für deine Region gelten, kannst du beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) erfahren. Der stellt auf einer Online-Übersichtsseite die Corona-Regelungen in den Bundesländern vor. 

Oder du fragst einfach in dem Restaurant nach, das du besuchen möchtest. Das solltest du ohnehin kontaktieren, um einen Tisch zu reservieren. Sogar vorgeschrieben ist das in

  • Bayern
  • Meck­len­burg-Vor­pom­mern
  • Rheinland-Pfalz

In anderen Ländern wird zumindest empfohlen, Plätze vorzubestellen.

Teilweise besteht auch eine Aushangpflicht für die Corona-Regeln. Dann müssen die Gaststätten ihren Besuchern die getroffenen Maßnahmen und Verhaltenshinweise am Eingang oder in den Geschäftsräumen schriftlich erklären. Einen rechtlichen Zwang dazu gibt es in:

  • Baden-Würt­tem­berg
  • Bayern
  • Hamburg
  • Hessen
  • Meck­len­burg-Vor­pom­mern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

Wichtig: Im Rahmen der Vorschriften der Länder, darf die Geschäftsführung einer Lokalität bestimmen, welche Regeln dort gelten. Dafür sorgt das Hausrecht. Möchte zum Beispiel ein Wirt, dass du auf dem Weg zur Toilette eine Maske trägst, dann musst du das tun.

Stets auf Abstand bleiben

Das Coronavirus verbreitet sich bekanntermaßen über Tröpfcheninfektion. Deshalb sollen die Menschen in Deutschland auf Distanz gehen. Aus diesem Grund gelten auch in Restaurants und Cafés entsprechende Regeln.

  • Grund­sätz­lich müssen Gäste und Personal einen Abstand von min­des­tens 1,5 bis 2 Meter Um das zu gewähr­leis­ten, gibt es mög­li­cher­wei­se weniger Sitz­ge­le­gen­hei­ten für dich. Denn gege­be­nen­falls ist die Anzahl von Tischen und Stühlen zu ver­rin­gern oder sind geeignete Trenn­vor­rich­tun­gen auf­zu­stel­len. In Hessen ist nur ein Gast pro fünf Qua­drat­me­ter erlaubt.
  • Das Personal soll den Gästen Plätze zuweisen.
  • Grup­pen­bil­dung und War­te­schlan­gen vor dem Eingang sind nicht gestattet bzw. zu vermeiden.
  • Kör­per­kon­takt solltest du möglichst nicht zulassen. Das heißt, auf Hän­de­schüt­teln oder Umarmen ver­zich­test du besser.

Per­sön­li­che Angaben hin­ter­las­sen

Steckt sich eine Person mit dem Coronavirus an, ist es wichtig, die Infektionskette nachzuverfolgen. Deshalb müssen die Gaststätten mehrerer Bundesländer Kontaktinformationen ihrer Gäste sammeln. Dazu zählen persönliche Angaben wie Name, Datum und Uhrzeit des Besuchs sowie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Deine Daten müssen nach vier Wochen gelöscht werden. Diese Verordnung gilt in:

  • Baden-Würt­tem­berg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Meck­len­burg-Vor­pom­mern
  • Nie­der­sach­sen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen-Anhalt

Ansonsten musst du auf Kontaktbeschränkungen achten. Das heißt: Du darfst allein, mit Mitgliedern deines eigenen Haushalts sowie mit Menschen eines weiteren Haushalts zusammensitzen.

In Mecklenburg-Vorpommern sind höchstens sechs Personen an einem Tisch erlaubt. Und in Niedersachsen darf maximal die Hälfte der zugelassenen Plätze gleichzeitig belegt werden.

Nahaufnahme von Händen und Seifenspendern

Auf die Hygiene achten

Händewaschen ist in Zeiten von Corona quasi zur Bürgerpflicht geworden. Und zwar sowohl am Arbeitsplatz als auch im privaten Umfeld. Auch in Restaurants und Cafés gelten die bekannten Hygienevorschriften. Und zusätzlich:

  • Um die Anste­ckungs­ge­fahr für die Gäste zu ver­rin­gern, sind häufig genutzte Gegen­stän­de wie Tür­klin­ken, Armlehnen oder Licht­schal­ter in regel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den zu reinigen bzw. zu des­in­fi­zie­ren. Teils musst du auf Salz- und Pfef­fer­streu­er sowie Flaschen mit Essig und Öl auf den Tischen ver­zich­ten, weil sie dort nicht auf­ge­stellt werden dürfen.
  • Das Ser­vice­per­so­nal muss Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn es Kontakt mit den Besuchern hat. In Bayern gilt das auch für die Gäste, sobald sie ihren Platz verlassen und sich in der Lokalität bewegen. Am Tisch dürfen sie den Schutz ablegen.
  • Rech­nun­gen solltest du möglichst mit einer Girocard oder Kre­dit­kar­te bezahlen. Hast du nur Bargeld, dann musst du es im Restau­rant in eine geeignete Vor­rich­tung oder auf eine Abla­ge­flä­che legen können, um direkten Kontakt mit dem Personal zu vermeiden.
FAZIT
  • Ver­ant­wort­lich für die Corona-Regeln in den Gast­stät­ten sind die Bun­des­län­der.
  • Die Vor­schrif­ten sind im Prinzip gleich, können aber im Detail abweichen.
  • Die Geschäfts­füh­run­gen von Restau­rants und Cafés dürfen die Regeln auf Basis des Haus­rechts ver­schär­fen.
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