Älteres Paar schaut auf ihr Handy und tragen Masken © iStock.com/Halfpoint

10. September 2021, 9:00 Uhr

Durch­at­men Corona-Risi­ko­ge­bie­te: Das müssen Reisende beachten

Risikogebiet, Hochrisikogebiet, Virusvariantengebiet – seitdem die Corona-Pandemie unseren Alltag bestimmt, ist die Urlaubsplanung komplizierter geworden. Sich auf ein passendes Ziel zu einigen, dass allen Mitreisenden gefällt, ist nur die halbe Miete. Denn viele Regionen weltweit gelten als Risikogebiete, vor Reisen dorthin wird teilweise gewarnt. Hier erfährst du, welche Arten von Risikogebieten es gibt und was Reisende beachten müssen.Alle Informationen zu der privaten Rechtsschutzversicherung von ADVOCARD

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Welche Arten von Risi­ko­ge­bie­ten gibt es?

Reisen ins Ausland sind nicht verboten. Allerdings sind die Bundesbürger angehalten, nicht unbedingt notwendige private und berufliche Reisen zu vermeiden. Das gilt besonders für Länder oder Regionen, in denen die Inzidenz der Neuinfektionen deutlich erhöht ist. Hier sprechen die Behörden von Risikogebieten.

Eine Zeitlang gab es die Dreiteilung in “einfache” Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete und Virusvariantengebiete. Seit dem 1. August 2021 gibt es nur noch zwei Kategorien:

Hochrisikogebiete sind Länder oder Regionen, in denen die Zahl der Corona-Infektionen momentan stark ansteigt.

  • Maß­geb­lich ist dabei vor allem die Anzahl der Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz), wobei es seit August 2021 keinen festen Grenzwert mehr gibt.
  • Zusätz­lich spielen auch Kriterien wie Test­quo­ten und -kapa­zi­tä­ten, vor Ort geltende Maßnahmen zur Pan­de­mie­be­kämp­fung und die Virusart eine Rolle bei der Bewertung.

Daneben sprechen die Behörden von Virusvariantengebieten, in denen Mutationen des Coronavirus festgestellt wurden, die bisher in Deutschland nicht verbreitet sind.

Für welche Regionen eine Einstufung als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet vorliegt, lässt sich dieser fortlaufend aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) entnehmen. Wichtig: Da immer die vergangenen sieben Tage betrachtet werden, kann es täglich zu Änderungen kommen.

Zum Coronavirus gelten länderspezifische Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, die regelmäßig der aktuellen Lage angepasst werden. Wenn ein Land als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eingestuft wurde, gilt eine Reisewarnung. Aber selbst wenn die Infektionszahlen niedrig sind und keine Einschränkungen für Reisende bestehen, wird zu besonderer Vorsicht geraten. Was das im Einzelnen bedeutet, erfährst du in diesem Streitlotse-Ratgeber zum Thema Reisewarnung.

Welche Reise- und Sicherheitshinweise aktuell für dein Reiseziel gelten, kannst du in der Länderübersicht des Auswärtigen Amtes nachschlagen.

Ich reise aus einem Corona-Risi­ko­ge­biet nach Deutsch­land ein. Was muss ich beachten?

Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gelten bei der Einreise nach Deutschland besondere Auflagen. Mit verpflichtenden Corona-Tests und häuslicher Quarantäne ist zu rechnen. Dies kann auch Auswirkungen auf deinen Lohnfortzahlungsanspruch haben, wenn du deswegen nicht zur Arbeit gehen kannst.

Detaillierte Infos zur Einreise aus Risikogebieten erhältst du in diesem Streitlotse-Ratgeber.

Mein Reiseziel wurde zum Risi­ko­ge­biet erklärt: Kann ich kostenlos stor­nie­ren?

Du hattest den Urlaub bereits gebucht, aber noch vor dem Start ist dein Reiseziel jetzt plötzlich Risikogebiet geworden – und eine Reisewarnung wurde ausgesprochen. Warum es mit der kostenlosen Stornierung auch bei Pauschalreisen mittlerweile schwierig werden könnte, liest du im Streitlotse-Ratgeber zum Thema Reisewarnung wegen Corona.

Strandkörbe von hinten in der Abendsonne

© istock.com/Rike_

Corona-Hotspots in Deutsch­land: Welche Vorgaben gelten?

Deutsche Regionen mit besonders aktivem Pandemiegeschehen werden offiziell nicht als Risikogebiet bezeichnet, sondern in der Regel als Corona-Hotspot. Das RKI gibt auf seinem Covid-19-Dashboard eine tagesaktuelle und detaillierte Übersicht über die Infektionslage in den einzelnen Regionen. Maßgeblicher Wert ist seit September 2021 neben der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen vor allem die Hospitalisierungsrate, also die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen einer Covid-19-Infektion pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Reisewarnungen gibt es innerhalb Deutschlands nicht. Grundsätzlich bestimmen die einzelnen Bundesländer selbst, welche Möglichkeiten sie Touristen einräumen. Also beispielsweise, welche Unterbringungsarten sie für welchen Personenkreis öffnen und ob touristische Attraktionen zugänglich sind.

Wenn deine gebuchte Unterkunft nun doch keine Touristen beherbergen darf, weil vor Ort entsprechende Corona-Maßnahmen in Kraft getreten sind, brauchst du dir zumindest keine Sorgen um die Kosten zu machen. Bereits geleistete Zahlungen müssen dir in einem solchen Fall vollständig erstattet werden, da die gebuchte Leistung nicht erbracht werden kann.

FAZIT
  • Bestimmte Länder und Regionen werden in Bezug auf das Coro­na­vi­rus als Hoch­ri­si­ko- oder Virus­va­ri­an­ten­ge­bie­te ein­ge­stuft. Einen festen Inzi­denz­wert gibt es dabei seit August 2021 nicht mehr.
  • Für diese Gebiete gilt eine Rei­se­war­nung und bei Wie­der­ein­rei­se bestehen strenge Auflagen.
  • In Deutsch­land spricht man offiziell nicht von Risi­ko­ge­bie­ten, trotzdem gelten regional je nach Hos­pi­ta­li­sie­rungs­ra­te, Inzidenz der Neu­in­fek­tio­nen und weiteren Pandemie-Faktoren besondere Rege­lun­gen.
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