Eine junge Frau steht an einen Fluss, trägt eine Maske und schaut auf das Smartphone © iStock.com/South_agency

23. Februar 2021, 10:00 Uhr

Durch­at­men Corona-Risi­ko­ge­bie­te: Das müssen Reisende beachten

Wohl noch nie wurde Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie während der Corona-Pandemie. Viele Regionen weltweit gelten als Risikogebiete, vor Reisen dorthin wird gewarnt. Hier erfährst du, welche Arten von Risikogebieten es gibt und was Reisende beachten müssen.

Auch auf Reisen jederzeit gut abgesichert >>

Risi­ko­ge­biet im Ausland bedeutet Rei­se­war­nungMehr Informationen zum Thema Privatrechtsschutz

Seit dem 1. Oktober 2020 gelten länderspezifische Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

  • Wenn ein Land von der Bun­des­re­gie­rung als Corona-Risi­ko­ge­biet ein­ge­stuft wurde, gilt eine Rei­se­war­nung.
  • Wenn es in einem Land lediglich Ein­schrän­kun­gen für Reisende gibt, etwa eine ver­pflich­ten­de Qua­ran­tä­ne nach der Einreise oder beschränk­te Rei­se­mög­lich­kei­ten innerhalb des Landes, wird keine Rei­se­war­nung Es wird aber von Reisen abgeraten.
  • Selbst wenn die Infek­ti­ons­zah­len niedrig sind und keine Ein­schrän­kun­gen für Reisende bestehen, wird zu beson­de­rer Vorsicht geraten.

Zum Risikogebiet erklärt werden Länder oder auch nur Regionen, in denen die Zahl der Corona-Infektionen stark ansteigt. Maßgeblich ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Steigt dieser Wert auf über 50, ist eine Einstufung als Risikogebiet möglich.

Daneben sprechen die Behörden von

  • Hoch­ri­si­ko­ge­bie­ten mit besonders hohen Fall­zah­len und einer 7-Tage-Inzidenz von min­des­tens 200 (min­des­tens 200 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Einwohner)
  • und Virus­va­ri­an­ten-Gebieten, in denen Muta­tio­nen des Coro­na­vi­rus fest­ge­stellt wurden, die bisher in Deutsch­land nicht ver­brei­tet sind.

Für welche Regionen eine Einstufung als Covid-19-Risikogebiet, Hochrisikogebiet oder Virusvarianten-Gebiet vorliegt, lässt sich dieser fortlaufend aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts entnehmen. Wichtig: Da jeweils die vergangenen sieben Tage betrachtet werden, kann es täglich zu Änderungen kommen.

Welche Reise- und Sicherheitshinweise aktuell für dein Reiseziel gelten, kannst du in der Länderübersicht des Auswärtigen Amtes nachschlagen.

Urlaubs­rei­se: Vor Antritt gut infor­mie­ren

Weil sich die Situation so schnell ändern kann, solltest du bei Reiseplänen außerdem:

Möchtest du deine Pauschalreise aus Angst vor Ansteckung absagen, hast du Anspruch auf eine Rückerstattung von Reisekosten. Allerdings nur dann, wenn für das Ziel eine Reisewarnung besteht. Andernfalls bist du auf die Kulanz des Reiseveranstalters angewiesen.

Ich reise aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland ein. Was muss ich beachten?

Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gelten bei der Einreise nach Deutschland besondere Auflagen. Mit verpflichtenden Corona-Tests und Quarantäne ist zu rechnen. Dies kann auch Auswirkungen auf deinen Lohnfortzahlungsanspruch haben, wenn du deswegen nicht zur Arbeit gehen kannst.

Mehr zum Thema Einreise aus Risikogebieten liest du in diesem Streitlotse-Ratgeber.

Corona-Hotspots in Deutsch­land: Welche Vorgaben gelten?

Das Auswärtige Amt mahnt zu besonderer Vorsicht bei Reisen ins Ausland. Doch auch wenn es innerhalb Deutschlands keine offiziellen Reisewarnungen gibt und Regionen mit erhöhtem Infektionsrisiko nicht als “Risikogebiet” bezeichnet werden: Urlaub im eigenen Land muss nicht zwingend sicherer sein.

Auch hierzulande wurde der kritische Wert an Neuinfektionen bereits vielerorts deutlich überschritten. Regionen, in denen dies der Fall ist, erlauben häufig von vornherein keine touristischen Aufenthalte oder Tagestouren. Wenn sich dein innerdeutsches Urlaubsziel während deines Aufenthalts zu einem Corona-Hotspot entwickelt, kann dir nach deiner Rückkehr eine Quarantäne drohen. Die Regelungen der Bundesländer sind hier allerdings nicht einheitlich.

Fazit
  • Risi­ko­ge­biet im Ausland gleich Rei­se­war­nung: Reisen dorthin sollten nach Mög­lich­keit vermieden werden.
  • Wer trotzdem reist, sollte sich laufend über mögliche Ände­run­gen infor­mie­ren, denn die Ein­stu­fung einer Region als Risi­ko­ge­biet kann täglich variieren.
  • In Deutsch­land spricht man offiziell nicht von Risi­ko­ge­bie­ten, trotzdem gelten in Regionen mit erhöhter 7-Tage-Inzident besondere Rege­lun­gen und oft auch Rei­se­ver­bo­te.
Artikel teilen

Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

So einfach ist Rechts­schutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.