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Meldefrist beachten Krank­mel­dung an die Kran­ken­kas­se: Das sollten Sie wissen

Grippe, Fieber, Magenverstimmung – wer ernsthaft krank ist, sollte nicht zur Arbeit gehen. Um keinen Streit mit dem Arbeitgeber zu bekommen, sollten Sie die Meldepflicht einhalten. Eine Krankmeldung müssen Sie sowohl beim Ihrem Arbeitgeber als auch bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Bei Ärger kann Ihnen auch ein Berufs-Rechtsschutz helfen. Hier erfahren Sie mehr zum richtigen Vorgehen im Krankheitsfall.

Die Krankenkasse nicht informiert und nun Ärger mit dem Chef? Das muss nicht sein >>

Krank­mel­dung: Kran­ken­kas­se muss innerhalb der Frist infor­miert werden

Wenn Sie krank sind und nicht zur Arbeit gehen können, müssen Sie zunächst schnellstmöglich Ihren Arbeitgeber informieren. Schließlich soll es ja keinen Ärger mit dem Chef geben. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird gesetzlich nach drei Tagen verlangt und muss normalerweise spätestens am vierten Tag vorliegen. Ihr Arbeitsvertrag kann diese Regelung entkräften. Grundsätzlich steht es Arbeitgebern zu, ein ärztliches Attest auch schon vor der Frist von drei Tagen einzufordern, wie ein Urteil (5 AZR 886/11) des Bundesarbeitsgerichts bestätigt.

Neben dem Arbeitgeber müssen Sie auch Ihre Krankenkasse über die Erkrankung informieren, wenn diese zur Arbeitsunfähigkeit führt. Auch hier gelten Fristen. Wenn Sie diese nicht einhalten, kann es beispielsweise bei Anspruch auf Krankengeld zu einem Ruhen der Zahlung kommen. Die sogenannte Vorlagefrist der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei der Krankenkasse ist in § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V auf eine Woche nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit festgelegt.

Attest selbst an Kran­ken­kas­se ver­schi­cken

In der Regel informiert der Arzt Ihre Krankenkasse, wie der Südwestdeutsche Rundfunk in einem Bericht zum Thema erklärt. Tipp: Achten Sie darauf, dass auf der Bescheinigung ein Vermerk über die Benachrichtigung steht. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie Ihren Arzt darauf hinweisen.

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Wenn Sie Ihre Krankmeldung selbst an Ihre Krankenkasse verschicken, sollten Sie dies grundsätzlich per Einschreiben erledigen, damit es nach einem möglichen Verlust auf dem Postweg nicht zu Ärger kommt. Dies gilt auch für das Attest, das Ihr Arbeitgeber bekommt. Die richtige Adresse Ihrer Krankenkasse finden Sie beispielsweise auf der Homepage des Unternehmens.

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