PeJo, Fotolia

Meldefrist beachten Krank­meldung an die Kranken­kasse: Das sollten Sie wissen

Grippe, Fieber, Magen­ver­stimmung – wer ernsthaft krank ist, sollte nicht zur Arbeit gehen. Um keinen Streit mit dem Arbeit­geber zu bekommen, sollten Sie die Melde­pflicht einhalten. Eine Krank­meldung müssen Sie sowohl beim Ihrem Arbeit­geber als auch bei Ihrer Kranken­kasse einreichen. Bei Ärger kann Ihnen auch ein Berufs-Rechts­schutz helfen. Hier erfahren Sie mehr zum richtigen Vorgehen im Krank­heitsfall.

Die Kranken­kasse nicht infor­miert und nun Ärger mit dem Chef? Das muss nicht sein >>

Krank­meldung: Kranken­kasse muss innerhalb der Frist infor­miert werden

Wenn Sie krank sind und nicht zur Arbeit gehen können, müssen Sie zunächst schnellst­möglich Ihren Arbeit­geber infor­mieren. Schließlich soll es ja keinen Ärger mit dem Chef geben. Eine Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung wird gesetzlich nach drei Tagen verlangt und muss norma­ler­weise spätestens am vierten Tag vorliegen. Ihr Arbeits­vertrag kann diese Regelung entkräften. Grund­sätzlich steht es Arbeit­gebern zu, ein ärztliches Attest auch schon vor der Frist von drei Tagen einzu­fordern, wie ein Urteil (5 AZR 886/​11) des Bundes­ar­beits­ge­richts bestätigt.

Neben dem Arbeit­geber müssen Sie auch Ihre Kranken­kasse über die Erkrankung infor­mieren, wenn diese zur Arbeits­un­fä­higkeit führt. Auch hier gelten Fristen. Wenn Sie diese nicht einhalten, kann es beispiels­weise bei Anspruch auf Krankengeld zu einem Ruhen der Zahlung kommen. Die sogenannte Vorla­ge­frist der ärztlichen Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­nigung bei der Kranken­kasse ist in § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V auf eine Woche nach Beginn der Arbeits­un­fä­higkeit festgelegt.

Attest selbst an Kranken­kasse verschicken

In der Regel infor­miert der Arzt Ihre Kranken­kasse, wie der Südwest­deutsche Rundfunk in einem Bericht zum Thema erklärt. Tipp: Achten Sie darauf, dass auf der Beschei­nigung ein Vermerk über die Benach­rich­tigung steht. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie Ihren Arzt darauf hinweisen.

Sie sind Freelancer oder Selbst­stän­diger? Darum lohnt sich ein Berufs­recht­schutz auch für Sie! >>

Wenn Sie Ihre Krank­meldung selbst an Ihre Kranken­kasse verschicken, sollten Sie dies grund­sätzlich per Einschreiben erledigen, damit es nach einem möglichen Verlust auf dem Postweg nicht zu Ärger kommt. Dies gilt auch für das Attest, das Ihr Arbeit­geber bekommt. Die richtige Adresse Ihrer Kranken­kasse finden Sie beispiels­weise auf der Homepage des Unter­nehmens.

So einfach ist Rechtsschutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.