Ist das Arbeiten trotz Krank­schrei­bung erlaubt? apops, Fotolia

2. März 2015, 9:12 Uhr

Hart­nä­cki­ge Gerüchte Ist das Arbeiten trotz Krank­schrei­bung erlaubt?

Ist das Arbeiten trotz Krankschreibung erlaubt? Passend zur Grippezeit stellen sich aktuell viele Arbeitnehmer diese Frage. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass krankgeschriebene Arbeitnehmer auch nach vorzeitiger Genesung zu Hause bleiben müssen. Der Streitlotse klärt auf.

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Arbeiten trotz Krank­schrei­bung: Wer gesund ist, darf auch arbeiten

Die Gerüchte sind falsch. Ein ärztliches Attest kommt keinem Arbeitsverbot gleich. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist lediglich eine Prognose des Arztes, die den voraussichtlichen Arbeitsausfall wegen einer Krankheit bescheinigt. Wird ein Arbeitnehmer schon früher gesund, darf er auch früher wieder zur Arbeit gehen. Hierfür ist auch kein erneuter Arztbesuch nötig – eine Art "Gesundschreibung" gibt es nicht. Um Streit mit dem Arbeitgeber zu vermeiden und keine Kollegen anzustecken, sollten Sie aber wirklich nur dann arbeiten gehen, wenn Sie sich wieder vollständig genesen fühlen. In manchen Fällen ist auch Heimarbeit erlaubt: Wenn Sie sich gesund genug fühlen, dürfen Sie auch krankgeschrieben aus dem Homeoffice arbeiten.

Ver­si­che­rungs­schutz entfällt nicht

Wenn Sie trotz Krankschreibung arbeiten, verlieren Sie entgegen der Gerüchte nicht Ihren Versicherungsschutz. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat keinen Einfluss auf Ihren Versicherungsschutz. Gleiches gilt auch für Unfälle auf dem Arbeitsweg.

Bei Arbeitsrechtsfragen sind wir Ihr Partner!

Das Arbeiten trotz Krankschreibung ist also erlaubt, wenn Sie tatsächlich wieder gesund sind. Was Sie im Falle einer Krankschreibung noch dürfen, erfahren Sie im Ratgeber "Krankgeschrieben einkaufen gehen und mehr: Was ist erlaubt?".

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