Urlaubs­ta­ge retten lulu, Fotolia

10. September 2014, 13:36 Uhr

Urlaubs­ta­ge retten Krank im Urlaub: Kann der Urlaub nach­ge­holt werden?

Endlich Urlaub – und dann das: Kopfschmerzen, Fieber, Husten. Wer im Urlaub krank wird, stellt sich schnell die Frage, ob die freien Tage nachgeholt werden können. Schnell kann es zum Streit mit dem Arbeitgeber kommen. Aber das muss nicht sein. Hier erfahren Sie, ob das möglich ist und was Sie im Krankheitsfall beachten sollten.

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Krank im Urlaub: Freie Tage können grund­sätz­lich gerettet werden

Niemand ist gerne krank im Urlaub, denn schließlich soll freie Zeit doch eigentlich durchweg entspannt sein. Zum Glück haben Sie als Arbeitnehmer die Möglichkeit, Ihren Urlaub nachzuholen. Dies ist oft ein Streitpunkt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Damit es nicht zu einem Rechtsstreit kommt, ist es wichtig, dass beide Parteien über die gesetzlichen Bestimmungen informiert sind und lösungsorientiert reagieren.

Damit alles reibungslos abläuft, sollten Sie rechtzeitig ein ärztliches Attest an Ihren Arbeitgeber übermitteln. Ein Rechtsanwalt in einem Bericht des ZDF-Magazins „WISO“ weist darauf hin, dass Sie ab dem dritten Tag ein ärztliches Attest vorlegen müssen. Wichtig für erkrankte Arbeitnehmer: Je nach Betriebsvereinbarung, Tarif- oder Arbeitsvertrag kann das Attest auch schon ab dem ersten Krankheitstag verlangt werden. Dies bestätigt auch ein Urteil (5 AZR 886/11) des Bundesarbeitsgerichts.

Ärzt­li­ches Attest im Krank­heits­fall sofort vorlegen

Wenn Sie während des Urlaubs erkranken, suchen Sie also zunächst einen Arzt auf. Bestätigt dieser Ihnen eine Erkrankung schriftlich, reichen Sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schnellstmöglich an Ihren Arbeitgeber weiter. Tipp: Achten Sie insbesondere bei einem Arztbesuch im Ausland darauf, dass alle nötigen Informationen auf dem ärztlichen Attest auftauchen.

Zu erkennen sein müssen das Untersuchungsdatum, das Datum des ersten und letzten Krankheitstages sowie die Adresse und Unterschrift des Arztes. Sollte Ihr Arbeitgeber Ihnen die Urlaubstage nicht sofort auf den Jahresurlaub gutschreiben, drohen Sie nicht sofort mit einem Anwalt. Besser ist es, wenn Sie sich sachlich mit Ihrem Vorgesetzten unterhalten und die Situation gemeinsam besprechen.

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