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17. Februar 2021, 8:00 Uhr

Achtung, das wird teuer Vorsicht! 6 Betrugs­ma­schen in Zusam­men­hang mit Corona

Die Corona-Pandemie hat zahlreiche Betrüger auf den Plan gerufen, die die Angst vor dem Virus und die Verunsicherung der Menschen ausnutzen wollen – teilweise mit alten Betrugsmaschen, aber auch mit neuen Methoden. Wann die Alarmglocken läuten sollten, erfährst du hier.

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1. Falsche Ärzte oder Gesund­heits­amt-Mit­ar­bei­ter bitten zum Corona-Test

Die Betrugsmasche mit dem vermeintlichen Corona-Test gibt es in zwei Spielarten: per Telefon und an der Haustür. Bei beiden geben die Betrüger vor, Mitarbeiter des Gesundheitsamts, Arzt oder Polizist zu sein. Sie behaupten, sie müssten bei dir einen Corona-Test durchführen oder einen Abstrich vornehmen. Das würde allerdings Geld kosten.

Bei der Haustür-Version tauchen die Betrüger auch gern im Team auf: Ein Täter lenkt das Opfer ab, während der andere die Wohnung nach Geld und Wertgegenständen durchsucht.

Was tun? Das Gesundheitsamt führt grundsätzlich keine unangemeldeten Corona-Tests durch. Sollte es einen Verdacht auf eine mögliche Infektion geben, wirst du vorab informiert. Und wenn du tatsächlich auf amtliche Anordnung hin getestet werden musst, musst du den Test nicht aus eigener Tasche zahlen.

  • Lege bei Anrufen, in denen es um kos­ten­pflich­ti­ge Tests geht, einfach auf.
  • Unan­ge­mel­de­te Fremde solltest du grund­sätz­lich nicht in die Wohnung lassen. Auch nicht, wenn sie sich als Gesund­heits­amt-Mit­ar­bei­ter ausweisen.
  • Die Polizei rät, im Zwei­fels­fall beim Gesund­heits­amt oder beim Hausarzt nach­zu­fra­gen, ob ein Covid-19-Test für dich ange­ord­net wurde.

2. Der Enkel­trick

Diese Betrugsmasche ist einfach nicht auszurotten: In Zeiten von Corona behaupten Anrufer, die sich am Telefon als Verwandte ausgeben, an Covid-19 erkrankt zu sein und Geld für die Behandlung zu benötigen. Eine alternative Spielart: Der Anrufer ist ein guter Freund des schwer erkrankten Verwandten. Das Geld (oder auch Wertgegenstände) sollen dann entweder an einem vereinbarten Ort deponiert werden – oder der angebliche Freund des vermeintlichen Enkels wird es abholen kommen.

Was tun?

  • Fordere den Anrufer auf, seinen vollen Namen zu nennen. Lass dich nicht dazu verleiten, den Namen zu raten.
  • Frage nach Dingen, die Fremde nicht beant­wor­ten könnten.
  • Auf keinen Fall solltest du verraten, wo du wohnst und wie es um deine finan­zi­el­len Ver­hält­nis­se steht.
  • Wenn dir die Sache merk­wür­dig vorkommt, infor­mie­re die Polizei.

3. Die Lan­des­bank prüft den TAN-Generator

Eigentlich sollen TAN-Generatoren den Zahlungsverkehr sicherer machen. Das funktioniert aber nur, wenn ihr Besitzer nicht zur Schwachstelle im System wird und sich hinters Licht führen lässt. Das nämlich versuchen Kriminelle mit einer weiteren Betrugsmasche am Telefon. Dort gaukeln sie Angerufenen vor, Mitarbeiter einer Landesbank zu sein und den TAN-Generator überprüfen zu müssen. Wegen der Corona-Pandemie ginge das nur fernmündlich.

Deshalb bitten sie ihre potenziellen Opfer, die Girocard (ehemals EC-Karte) in den TAN-Generator zu stecken. Dann soll das Opfer einen Code eingeben, den ihm die angeblichen Landesbank-Mitarbeiter durchgeben. Der Effekt: Die Schwindler können anschließend die Online-Banking-Funktion manipulieren und zum Beispiel Überweisungen umleiten und das Geld abgreifen.

Was tun?

  • Klare Sache: Verrate niemals am Telefon deine PIN oder andere Kon­to­da­ten, die den Zugriff auf dein Online-Banking ermög­li­chen.
  • Am besten legst du bei ent­spre­chen­den Auf­for­de­run­gen einfach auf und infor­mierst deine Bank über den Vorfall.

Alle wichtigen Infos für Arbeitnehmer und Verbraucher zum Thema Covid-19 im Überblick. >>

4. Atem­schutz­mas­ken nur gegen Vorkasse

Einfache Stoffmasken sind beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr erlaubt. Stattdessen müssen dort FFP2- oder OP-Masken getragen werden. Die werden teils in fragwürdigen Online-Shops angeboten. Dort sind die Masken trotz der hohen Nachfrage nicht überteuert, sondern sogar besonders günstig.

Der Haken: Die Bestellungen laufen nur per Vorkasse. Wer sich darauf einlässt, ist sein Geld los. Denn die Masken kommen nicht. Diese Masche wird übrigens auch bei Desinfektionsmittel versucht.

Was tun?

  • Bei sehr hohen oder niedrigen Preisen in Online-Shops solltest du miss­trau­isch sein. Und zwar nicht nur während der Corona-Pandemie. Vor allem dann, wenn dabei von dir Vorkasse erwartet wird.
  • Kon­trol­lie­re im Zweifel, ob es für die Seite ein Impressum gibt und ob dieses voll­stän­dig ist.
  • Über unseriöse Anbieter und Fake-Shops findest du oft Warnungen im Internet.
  • Bist du trotzdem Opfer geworden, stelle eine Anzeige bei der Polizei. Das geht auch über eine soge­nann­te Online-Wache in deinem Bun­des­land.

Vorsicht! 6 Betrugsmaschen in Zusammenhang mit Corona

5. Corona-Sofort­hil­fe-Betrug

Zum Betrug kommt es weiterhin mit gefälschten Antragsseiten für Corona-Zuschüsse für Selbstständige und Unternehmen, warnt die Polizei. Demnach locken im Internet Kriminelle etwa mit der Aussicht "Sie erhalten bis zu 30.000 Euro Soforthilfe vom Staat ohne Rückzahlung!". Wer Corona-Selbsthilfe beantragen möchte, könnte auf einer Fake-Seite mit diesem Versprechen landen.

Dort erwartet ihn oder sie ein Formular, in das sensible Daten eingegeben werden sollen. Diese Informationen greifen die Betrüger ab, um sie für kriminellen Geschäfte nutzen. Teilweise rufen sie auch bei Unternehmen und Selbstständigen an und fordern sie auf, eine gefälschte Soforthilfe-Seite zu besuchen.

Was tun?

  • Wenn du Corona-Sofort­hil­fe für dein Unter­neh­men bean­tra­gen willst, gehe direkt auf die Webseite der Finanz­be­hör­de deines Bun­des­lan­des und klicke dich dort zum Antrag durch. In den meisten Ländern ist er direkt auf der Start­sei­te verlinkt.
  • Nutze keine Links in E-Mails oder Such­ma­schi­nen dafür.

6. Geld oder Corona

Dieser Täuschungsversuch ist besonders unangenehm. Denn die Betrüger drohen per E-Mail, die Familienmitglieder der Angeschrieben mit dem Coronavirus anzustecken. Um den Druck zu erhöhen, behaupten sie außerdem, sensible Daten der Betroffenen zu haben und diese zu veröffentlichen. Es sei denn, sie erhalten eine hohe Summe.

Was tun?

  • Auf keinen Fall solltest du auf die Forderung der Erpresser eingehen. Denn wenn du einmal zahlst, lassen sie nicht locker und verlangen noch mehr.
  • Wende dich statt­des­sen an die nächste Poli­zei­dienst­stel­le und zeige die Tat an. Reagiere nicht mehr auf Kon­takt­ver­su­che der Kri­mi­nel­len.
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