Pfle­ge­kind aufnehmen: Vor­aus­set­zun­gen für Pfle­ge­el­tern. Ein junge Frau schnallt ein kleines Mädchen auf dem Rücksitz eines Autos an. Syda Pro­duc­tions, Fotolia

11. Juli 2016, 15:26 Uhr

Aus­führ­li­che Prüfung Pfle­ge­kind aufnehmen: Vor­aus­set­zun­gen für Pfle­ge­el­tern

Unerfüllter Kinderwunsch, soziale Motivation: Menschen, die ein Pflegekind aufnehmen möchten, haben viele gute Gründe. Zwar sind die Bedingungen, die das Jugendamt möglichen Pflegeeltern stellt, nicht so streng wie bei der Adoption. Dennoch gibt es einiges zu beachten.

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Pfle­ge­kind aufnehmen: Bewerbung über Jugendamt oder Träger

In Deutschland läuft die Vermittlung von Pflegekindern über das Jugendamt oder einen freien Träger. Bewerben können sich in der Regel nicht nur Eheleute, sondern auch unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare sowie Singles. Wenn bei Ihnen ein grundsätzliches Interesse daran besteht, ein Pflegekind aufzunehmen, sollten Sie schon frühzeitig den Kontakt zum Jugendamt oder dem entsprechenden freien Träger suchen. Diese Vermittler ermöglichen es Menschen, die Pflegeeltern werden möchten, andere Pflegeeltern kennenzulernen. Auf Informationsveranstaltungen klären die Ämter unter anderem auch über die Modalitäten der Bewerbung auf.

Pfle­ge­el­tern werden: Grund­sätz­li­che Vor­aus­set­zun­gen

Die Anforderungen an Menschen, die ein Pflegekind aufnehmen möchten, variieren von Stadt zu Stadt und von Träger zu Träger. Wesentlich ist, dass Sie den ganz konkreten Bedürfnissen des Kindes gerecht werden. Darüber hinaus sollten Sie finanziell unabhängig vom Pflegegeld sein, das sie als Pflegeeltern jeden Monat erhalten. Dieses Geld ist allein für das Pflegekind bestimmt. Der Altersunterschied zwischen Ihnen und dem Pflegekind darf nicht zu hoch sein. Er sollte den Verhältnissen einer durchschnittlichen Familie entsprechen. Zwar ist es in der Regel gestattet, dass der Elternteil, der sich vermehrt um das Pflegekind kümmert, berufstätig ist. Dennoch sollten Sie genug Zeit für das Pflegekind haben, und auch genügend Wohnraum. Physische und psychische Belastbarkeit auch in Konfliktsituationen ist sehr wichtig für Menschen, die Pflegeeltern werden möchten. Denn nicht selten bringen Pflegekinder eine schwierige Vergangenheit mit.

RechtsschutzAus­führ­li­che Bewer­bungs­pha­se

Die Bewerbungsphase ist auf einen längeren Zeitraum angelegt. Sie sollten mit mehreren Monaten rechnen. Die zuständigen Ämter und Träger möchten sich in dieser Zeit ein umfassendes Bild machen von den Bewerbern. Dazu gehören auch Hausbesuche. Weiterhin füllen Bewerber Formulare aus, sprechen mit Fachpersonen und nehmen an Seminaren teil. Die Vermittlungsstelle setzt  voraus, dass Sie offen auf persönliche Fragen aus verschiedenen Bereichen antworten, zum Beispiel: Wie stellen Sie sich das Leben mit dem Pflegekind vor? Wie verlief Ihre eigene Kindheit? Auch kann gefragt werden, worauf Sie grundsätzlich im Leben Wert legen und wie Sie sich Ihre Zukunft vorstellen.

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