Gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on dient der Dees­ka­la­ti­on oder gar Streit­ver­mei­dung © con­trast­werk­statt, Fotolia

4. Dezember 2017, 8:21 Uhr

Streit dees­ka­lie­ren Gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on: Was steckt dahinter?

Das Konzept der gewaltfreien Kommunikation wurde von dem Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelt und dient dazu, Konflikte zu vermeiden. Mit den Erkenntnissen lässt sich unter Umständen Streit abwenden und auch eine Deeskalation von bestehenden Auseinandersetzungen ist möglich.

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Streit vermeiden und dees­ka­lie­ren

In Konflikten mit dem Partner, den Kollegen oder dem Nachbarn werden häufig Vorwürfe laut, eine Einigung bleibt allerdings auch nach vielen Gesprächen aus. Das Modell der gewaltfreien Kommunikation möchte dazu einladen, anders an solche Auseinandersetzungen heranzugehen. Statt das Gegenüber wütend anzugreifen, sollen Sie die Situation und Ihre Gefühle genau beobachten. Und sobald Sie Ihre Bedürfnisse ermittelt haben, kommunizieren Sie diese in Form einer Bitte an Ihr Gegenüber. Weil die Technik das gegenseitige Verständnis stärkt, kann ein drohender Streit idealerweise sogar ganz vermieden werden.

Gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on in vier Schritten

Der erste Schritt ist eine Beobachtung der Situation: Betrachten Sie wertfrei, was passiert ist. Interpretieren Sie keine bösen Absichten des anderen in sein Handeln hinein, sondern konzentrieren Sie sich auf das, was Sie wahrnehmen. Im zweiten Schritt beobachten Sie Ihre Gefühle: Welche Empfindungen löst die Situation bei Ihnen aus? Ihre Gefühle liefern Ihnen eine Erklärung, warum Sie so intensiv darauf reagieren.

Im dritten Schritt identifizieren und formulieren Sie dann Ihre Bedürfnisse: Warum ärgert Sie das Verhalten des anderen, welche Ihrer Wünsche werden dadurch eingeschränkt? Im vierten Schritt bitten Sie Ihr Gegenüber um eine konkrete Verhaltensänderung, die Ihre Bedürfnisse besser erfüllen würde.

Kon­flikt­lö­sung am Beispiel

Die gewaltfreie Kommunikation ist allerdings leider kein Allheilmittel zur Deeskalation. Sie führt zum Beispiel ins Leere, wenn sich das Gegenüber einfach nicht darauf einlassen will.

 


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