Eltern­geld berechnen: Wie hoch fällt es aus? Monkey Business, Fotolia

20. Februar 2015, 9:10 Uhr

Einkommen ent­schei­det Eltern­geld berechnen: Wie hoch fällt es aus?

Viele werdende Eltern möchten wissen, ob sie schon vor der Geburt das ihnen zustehende Elterngeld berechnen können. Immerhin handelt es sich bei der staatlichen Unterstützung um eine Art Lohnersatz für das Einkommen, welches wegfällt, weil Nachwuchs ansteht, der umsorgt werden will. Künftige Mütter und Väter, die ihrem Kind zuliebe ihre berufliche Arbeit unterbrechen oder einschränken wollen, können bei Kindern, die ab dem 01.07.2015 geboren werden, zwischen dem Bezug vom konventionellen Elterngeld und dem Bezug von ElterngeldPlus entscheiden.

Bei Arbeitsrechtsfragen sind wir Ihr Partner!

Das hat es mit dem Eltern­geld­P­lus auf sich

Die ElterngeldPlus-Variante ermöglicht es jungen Eltern, während der Elternzeit weiterzuarbeiten – und zwar in Teilzeit. Mit der Neuerung zum Juli 2015 erhöht sich der Elterngeldanspruch von 12 beziehungsweise 14 auf 24 beziehungsweise 28 Monate: Eltern erhalten doppelt so lange Elterngeld in maximal halber Höhe und können ihr Elterngeldbudget so besser ausschöpfen, informiert die Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über das ElterngeldPlus.

Eltern­geld berechnen: Anhalts­punk­te

Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am durchschnittlichen monatlich verfügbaren Einkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt: Dabei beträgt die Ersatzrate zwischen 65 und 67 Prozent des Voreinkommens, mindestens aber 300 Euro und höchstens 1.800 Euro pro Monat beim Basiselterngeld und entsprechend die Hälfte beim ElterngeldPlus: Es gilt, je weniger Sie vor der Geburt Ihres Kindes verdient haben, desto höher fällt die Ersatzrate aus. Das Mindestelterngeld steht auch Eltern zu, die vor der Geburt nicht erwerbstätig waren, weil sie beispielsweise studiert haben.

  • Verdienen Sie im Monat durch­schnitt­lich über 1.240 Euro, beträgt die Ersatz­ra­te 65 Prozent.
  • Liegt Ihr durch­schnitt­li­ches Monats­ein­kom­men zwischen 1.200 und 1.240 Euro, beträgt die Ersatz­ra­te 66 Prozent.
  • Wenn Sie über ein monat­li­ches Durch­schnitts­ein­kom­men zwischen 1.000 und 1.200 Euro verfügen, beträgt die Ersatz­ra­te 67 Prozent.
  • Beträgt Ihr monat­li­ches Einkommen weniger als 1.000 Euro im Monat, steigt die Ersatz­ra­te schritt­wei­se auf bis zu 100 Prozent des Ein­kom­mens, das Ihnen als Eltern­geld aus­ge­zahlt wird.
  • Familien mit mehreren Kindern erhalten einen Geschwi­s­ter­bo­nus: Hier können Sie einen Zuschlag von 10 Prozent des sonst zuste­hen­den Eltern­gel­des, min­des­tens aber 75 Euro, erhalten.

Egal ob nur eins oder mehrere Kinder - im Streitfall ist Ihre ganze Familie abgesichert. >>

Übrigens: Elternpaare, denen in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt ihres Kindes ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von mehr als 500.000 Euro zur Verfügung stand, haben keinen Anspruch auf Elterngeld. Entsprechend entfällt der Elterngeldanspruch für Alleinerziehende mit einem Durchschnittsgehalt von 250.000 Euro im Jahr.

Ein­kom­mens­er­mitt­lung seit Januar 2013 verändert

Bei der Ermittlung des Einkommens von Eltern, deren Kinder nach dem 1. Januar 2013 geboren wurden, gab es einige Änderungen: Nicht mehr der durchschnittliche Nettolohn nach den tatsächlichen Sozialabgaben, Steuern und sonstigen Abzügen wird als Ausgangspunkt genutzt, sondern der durchschnittliche Bruttolohn. Die Verwaltungsbehörden, die das Elterngeld berechnen, ziehen davon einen Pauschalbetrag von etwa 21 Prozent ab. Auf diese Weise sollen die Elterngeldstellen entlastet und Anträge schneller bearbeiten werden.

Artikel teilen

Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

So einfach ist Rechts­schutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.