Weihnachtsgeld bekommen in Deutschland rund 55 Prozent der Arbeitnehmer pattilabelle, Fotolia

Sonderzahlung zum Jahresende Weih­nachts­geld: Wann es gezahlt wird und wer es bekommt

Zusätzlich zum Gehalt bekommen im November rund 55 Prozent der Arbeitnehmer Weihnachtsgeld. Wann die Chancen auf diese Sonderzahlung gut stehen, hängt dabei von vielen Faktoren ab. Wie viel Geld es zum Jahresende extra gibt, ist durchaus unterschiedlich. Ermittelt hat das eine Umfrage mit 17.000 Teilnehmern im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

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Arbeits­platz hat großen Einfluss aufs Weih­nachts­geld

Einen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld gibt es nicht. Er kann sich zum Beispiel aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder der Betriebsvereinbarung ergeben. Statistisch haben westdeutsche Männer mit einer unbefristeten Vollzeitstelle die besten Chancen auf Weihnachtsgeld – vor allem, wenn sie in einer Gewerkschaft organisiert sind oder in einem Job arbeiten, der an Tarife gebunden ist.

  • Ost und West: 57 Prozent der Ange­stell­ten in West­deutsch­land erhalten Weih­nachts­geld. Im Osten sind es dagegen nur 43 Prozent.
  • Vollzeit und Teilzeit: 55 Prozent der Voll­zeit­be­schäf­tig­ten, aber nur 39 Prozent der Menschen mit einer Teil­zeit­stel­le erhalten die Zahlung.
  • befristet oder unbe­fris­tet: 55 Prozent der unbe­fris­tet Beschäf­tig­ten bekommen Weih­nachts­geld. Das gibt es nur für 42 Prozent der Arbeit­neh­mer mit befris­te­tem Arbeits­ver­trag.
  • Männer und Frauen: 58 Prozent der befragten Männer erhalten zu Weih­nach­ten eine Son­der­zah­lung. Unter den Frauen sind es nur 49 Prozent.
  • Gewerk­schaft: Über­durch­schnitt­lich gut sind die Chancen auf Weih­nachts­geld für Gewerk­schafts­mit­glie­der: 65 Prozent von ihnen bekommen die Zusatz­zah­lung. Bei den Ange­stell­ten ohne Gewerk­schafts­zu­ge­hö­rig­keit sind es nur 50 Prozent.

Wer bekommt wie viel Weih­nachts­geld?

Bei Arbeitsrechtsfragen sind wir Ihr Partner!Wer Weihnachtsgeld bekommt, erhält in der Regel einen gewissen Prozentsatz des vertraglich vereinbarten Monatsgehalts. Fixe Summen gibt es nur selten. Doch auch prozentual unterscheidet sich die Höhe des Weihnachtsgeldes von Branche zu Branche stark, wie die Umfrage zeigen konnte:

  • 95 bis 100 Prozent: Banken, Süßwaren, Chemie, Druck
  • bis zu 80 Prozent: Ver­si­che­run­gen, öffent­li­cher Dienst
  • bis zu 50 Prozent: Hotel­le­rie, Metall, Ein­zel­han­del, Kfz-Gewerbe

In der Eisen- und Stahlindustrie liegt das Weihnachtsgeld sogar zehn Prozent höher als das übliche Monatsgehalt. Wer hingegen zum Beispiel als Gebäudereiniger arbeitet, erhält in der Regel gar kein Weihnachtsgeld.

 

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