Hunde aus dem Ausland mit­brin­gen: Wie steht es um die Rechts­la­ge? pekkic, Fotolia

3. März 2015, 14:46 Uhr

Erlaubnis erfor­der­lich Hunde aus dem Ausland mit­brin­gen: Wie steht es um die Rechts­la­ge?

Dürfen Sie Hunde aus dem Ausland mit nach Deutschland bringen? Ob in Spanien, Italien oder in der Türkei – viele verlieren im Urlaub ihr Herz an einen Vierbeiner und entscheiden sich für ein Haustier aus einem anderen Land: Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes e.V. werden im Jahr schätzungsweise allein rund 500.000 Hunde aus dem Ausland adoptiert und nach Deutschland eingeführt, berichtet die "Bild"-Zeitung.

In einem neuen Zuhause muss es sicher sein. Schützen Sie Ihren Liebling. >>

Doch wie steht es um die Rechtslage? Für die Einführung von Hunden und Katzen in Ländern der Europäischen Union gilt die EU-Verordnung 998/2003 über die Veterinärbedingungen für die Verbringung von Heimtieren zu anderen als zu Handelszwecken.

Haustier aus dem Ausland ein neues Zuhause schenken: Vor­aus­set­zun­gen

Die EU-Verordnung schreibt vor, dass das Tier mindestens 30 Tage vor Abreise gegen Tollwut geimpft worden sein muss – gleichzeitig darf die Tollwut-Impfung nicht mehr als zwölf Monate zurückliegen. Zudem sollte Ihr neues Haustier einen Mikrochip tragen. Hunde aus dem Ausland benötigen für die Reise durch Europa bis zu Ihnen nach Hause einen Heimtierausweis: In diesem Dokument sind sowohl die Mikrochipnummer als auch die Impfangaben vermerkt.

Rechts­la­ge in Deutsch­land: Behörd­li­che Erlaubnis muss vorliegen

Im Sommer 2014 hat sich die deutsche Rechtslage verändert: Das deutsche Tierschutzgesetz bestimmt, dass grundsätzlich eine behördliche Erlaubnis vorliegen muss, wenn Hunde aus dem Ausland im Sinne des Auslandstierschutzes durch Tierschutzorganisationen oder Privatpersonen nach Deutschland gebracht oder vermittelt werden sollen.

Eine entsprechende Genehmigung können Sie bei der zuständigen Veterinärbehörde beziehungsweise beim Amtstierarzt beantragen. Oder Sie nehmen Kontakt zu einem deutschen Tierschutzverein auf: Dieser hilft Ihnen bestimmt gerne dabei, den richtigen Hund zu finden und regelt alle weiteren Einzelheiten für die Einfuhr nach Deutschland.

Hunde aus dem Ausland: Gefähr­lich ein­ge­stuf­te Hun­de­ras­sen

Wenn Sie sich für einen Haustier aus dem Ausland entscheiden, sollte Ihnen bewusst sein, dass gewisse Hunderassen als gefährlich eingestuft werden und deshalb nicht nach Deutschland gebracht werden dürfen. Eine Übersicht dazu finden Sie auf der Homepage des deutschen Zolls. Halten Sie sich nicht an die Einfuhrbestimmungen, können erhebliche Konsequenzen und Strafen drohen.

Sind Sie unsicher, ob es sich bei dem Hund, den Sie adoptieren möchten, um eine gefährliche Rasse handelt oder bestehen andere Unsicherheiten, fragen Sie bei dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Ordnungsamt oder der Zentralen Auskunft des Zolls nach. So sind Sie garantiert auf der sicheren Seite.

Artikel teilen

Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

So einfach ist Rechts­schutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.