Streit vermeiden Soloviova Liudmyla, Fotolia

3. Juni 2015, 15:56 Uhr

Streit vermeiden Hund im Büro: Nur mit Erlaubnis des Arbeit­ge­bers

Ein Hund im Büro kann für ein besseres Arbeitsklima sorgen – zumindest aus Sicht der Hundeliebhaber. Doch nicht jeder ist des Vierbeiners Freund. Ob Ihr Hund jeden Tag mit ins Büro kommen darf oder nicht, obliegt der Entscheidung Ihres Chefs. Sollte es mit dem Arbeitgeber diesbezüglich zu Streitigkeiten kommen, kann ein Berufs-Rechtsschutz helfen. Aber was gilt es generell zu beachten, wenn Sie Ihren Hund mit zur Arbeit nehmen möchten?

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Hund im Büro? Chef darf allein ent­schei­den

Sie möchten Ihren Hund mit ins Büro nehmen? Bevor Sie Ihre Arbeitskollegen mit Ihrem flauschigen Gesellen überrumpeln, sollten Sie zunächst die Erlaubnis von Ihrem Arbeitgeber einholen. Ist dieser mit einem Hund im Büro einverstanden, spricht nichts gegen die Gesellschaft des Vierbeiners während der Arbeitszeit – selbst dann, wenn Ihre Kollegen nicht mit dem Bürohund einverstanden sind. Damit jedoch kein Streit in der Belegschaft entsteht, ist der Arbeitgeber gut beraten, zunächst ein Stimmungsbild einzufangen, bevor er eine endgültige Entscheidung trifft. Schließlich steht er in der Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern. Leidet beispielsweise ein Kollege an einer Hundeallergie, muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass ausreichend Platz zwischen den Arbeitsplätzen des Allergikers und des Hundehalters besteht.

Bürohund kann Betriebs­kli­ma ver­bes­sern

Nicht jeder Hund eignet sich als Bürohund. Ist Ihr Vierbeiner aggressiv oder schlichtweg unerzogen, können Sie ihn nicht einfach auf Ihre Arbeitskollegen "loslassen". Sowohl Ihre als auch die Arbeitsleistung Ihrer Kollegen könnte durch das ungehorsame Tier sinken. Genau wie auch in der Mietswohnung sollte der vierbeinige Freund auch bei der Arbeit nicht mit andauerndem Gebell stören. Ansonsten ist ein Bürohund grundsätzlich eine gute Idee. Dieser Meinung ist der Deutsche Tierschutzbund, der die Aktion "Kollege Hund" ins Leben rief. Hunde können das Betriebsklima positiv beeinflussen: Die Kommunikation kann beispielsweise gefördert werden, weil sich Mitarbeiter über das Tier austauschen oder gegebenenfalls gemeinsam in der Mittagspause mit dem Hund Gassi gehen und ihre Pausen so öfter im Freien verbringen.

Wichtig zu wissen für Hundehalter: Beachten Sie, dass Sie in der Regel für Schäden aufkommen müssen, die Ihr Hund im Büro verursacht. Ein entsprechender Haftpflichtversicherungsschutz ist daher eine gute Idee.

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