Kin­der­rei­se­pass bean­tra­gen: Dies sollten Sie wissen Natallia Vintsik, Fotolia

20. Januar 2015, 14:42 Uhr

Erfor­der­li­che Unter­la­gen Kin­der­rei­se­pass bean­tra­gen: Dies sollten Sie wissen

Steht eine Reise an und Sie müssen für Ihren Nachwuchs noch einen Kinderreisepass beantragen, gibt es einiges zu beachten. Seit dem 26. Juni 2012 benötigen Kinder aufgrund europäischer Vorgaben ab Geburt einen eigenen Reisepass. Die bis dato üblichen Kindereinträge im Reisepass der Eltern sind seither nicht länger gültig. Der Kinderreisepass ist ein vollwertiges und maschinenlesbares Reisedokument für Kinder unter 12 Jahren. Er ist sechs Jahre lang gültig und kann einmalig innerhalb des ursprünglichen Gültigkeitszeitraums verlängert werden.

Sollte es bei der Reise Schwierigkeiten geben, sind wir für Sie da. >>

Der Unter­schied zum elek­tro­ni­schen Reisepass

Bevor Sie einen Kinderreisepass beantragen, sollten Sie sich zunächst informieren, ob dieser auch im Zielstaat Ihrer Reise anerkannt wird. Verbindliche Auskünfte darüber können nur Behörden des entsprechenden Urlaubslandes erteilen. In der Regel wird der Kinderreisepass jedoch in nahezu allen Ländern anerkannt – außer beispielsweise in den USA, wo nur ein elektronischer Reisepass anerkannt wird. Der Kinderreisepass besitzt im Unterschied zum ePass keinen Datenchip, auf dem digitalisierte Angaben zum Passinhaber, digitalisiertes Lichtbild sowie Fingerabdrücke gespeichert sind.

Hier können Sie einen Kin­der­rei­se­pass bean­tra­gen

Wenn Sie einen Kinderreisepass beantragen möchten, können Sie dies in der Regel im zuständigen Bürgeramt oder einer Meldebehörde erledigen. Bei vielen dieser Behörden können Sie im Voraus einen Termin vereinbaren und so Wartezeiten verkürzen. Auch wenn Sie als Elternteil und gesetzlicher Vertreter den Kinderreisepass beantragen, sollte Ihr Kind dennoch auf jeden Fall bei der Antragstellung in der Behörde mit dabei sein – ab dem zehnten Lebensjahr muss das Kind seinen Kinderreisepass sogar selbst unterschreiben, vorher ist dies freiwillig.

Diese Unter­la­gen sollten Sie bereit­hal­ten

Bringen Sie zur Beantragung die Geburtsurkunde Ihres Kindes sowie ein aktuelles Lichtbild mit. Letzteres sollte grundsätzlich biometrietauglich sein: Bei Kindern bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr – insbesondere aber bei Säuglingen und Kleinkindern – sind Abweichungen von den Anforderungen an das Lichtbild gemäß der gesetzlichen Foto-Mustertafel zulässig. Außerdem ist gegebenenfalls eine schriftliche Einverständniserklärung eines nicht anwesenden gesetzlichen Vertreters erforderlich: Dies gilt, wenn beide Elternteile sorgeberechtigt sind, ein Elternteil jedoch nicht bei der Antragstellung anwesend ist. Denken Sie auch an dessen sowie an Ihren eigenen Ausweis oder Reisepass, um sich ausweisen zu können. Außerdem wird eine Staatsangehörigkeitsabfrage durchgeführt – den Vordruck hierfür bekommen Sie bei der Antragstellung im Bürgeramt ausgehändigt.

Wie lange dauert die Aus­stel­lung des Rei­se­do­ku­ments und wie viel kostet es?

In der Regel kann der Kinderreisepass sofort ausgestellt werden. Die Verwaltungsgebühren für die Ausstellung betragen nach Angaben des Bundesministeriums des Innern 13 Euro. Eine Verlängerung oder Aktualisierung kostet sechs Euro. Tipp: Bemühen Sie sich möglichst frühzeitig darum, alle nötigen Dokumente für Ihren Urlaub zusammen zu haben – so gelingt die Reise garantiert ohne Stress.

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