Das ist zu tun, wenn der Impfpass verloren gegangen ist Yvonne Weis, Fotolia

25. April 2018, 8:56 Uhr

So geht's richtig Impfpass verloren: Was ist zu tun?

Ist der Impfpass verloren gegangen, kann das problematisch sein – vor allem, wenn sein Verschwinden erst kurz vor dem Tropenurlaub auffällt. Das gelbe Heftchen mag zwar nicht so aussehen, ist aber eines der wichtigsten Gesundheitsdokumente. Bleibt das Büchlein auch nach langem Suchen unauffindbar, muss ein neuer Impfausweis her.

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Neuen Impfpass mit alten Daten bestücken

Der internationale Impfpass enthält Felder zum Eintragen aller wichtigen Impfungen: Von der Grundimmunisierung als Baby bis zur letzten Grippeimpfung im hohen Alter. Ist der Impfausweis weg, sind also schnell mal ein paar Jahrzehnte der Gesundheitsfürsorge mit dem Impfpass verloren – oder zumindest deren Dokumentation.

Ein Lichtblick: Ärzte müssen Krankenakten für mindestens zehn Jahre aufbewahren – und in diesen Akten finden sich auch die Vermerke über durchgeführte Impfungen. Zumindest die Immunisierungen der letzten Dekade lassen sich also nachschlagen und sicher in den neuen Impfpass übertragen. Das macht der Arzt, bei dem die Impfung verabreicht wurde.

Doch was, wenn ich zwischendurch den Arzt gewechselt habe? Dann muss der neue Arzt im Auftrag des Patienten die Krankenakten bei seinem Vorgänger anfordern. Andernfalls hat er keinen Zugriff auf die alten Einträge.

Warst du ohne Impfpass beim Impfen, hat der Arzt vermutlich eine Impfbestätigung ausgestellt. Mit diesem Nachweis darf auch das örtliche Gesundheitsamt die Immunisierung in den neuen Impfpass eintragen.

Reicht es nicht, sich zu erinnern? Gibt es keine Chance mehr, an schriftliche Nachweise über die früheren Impfungen zu kommen, wird der Arzt prüfen, wie zuverlässig und glaubwürdig der Patient sich an seine Impfungen erinnern kann. Leichtfertig wird er keine Eintragungen vornehmen.

Impfpass verloren: Im Zwei­fels­fall nachimp­fen

Wer nicht sicher ist, welche Impfungen er bekommen hat, sollte sich lieber so behandeln lassen, als sei er ungeimpft, und die Immunisierung gegen die wichtigsten Krankheiten (noch einmal) durchführen lassen – das rät die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts. Ernsthafte gesundheitliche Risiken gehen davon nicht aus, wohingegen ein lückenhafter Impfstatus mitunter sehr gefährlich werden kann.

Welche Impfungen wichtig sind, hängt unter anderem vom Alter und den Lebensumständen ab. Manche Jobs etwa bergen ein hohes Infektionsrisiko, Tropenreisende kommen mit anderen Erregern in Kontakt und manch chronische Krankheit macht einen besonders gewissenhaften Impfschutz erforderlich. Beratung zu diesen Themen bieten Hausärzte und der Impfkalender des Robert-Koch-Instituts.

Wenn's dringend ist: Bluttest

Rechtsschutz

Vor allem für Schwangere ist der Verlust des Impfausweises kritisch. Der Grund: Windpocken und Röteln können dem ungeborenen Kind schweren Schaden zufügen. Gerade gegen Röteln kann aber nicht einfach während der Schwangerschaft geimpft werden, weil es sich dabei um einen Lebendimpfstoff handelt. Besteht kein Impfschutz gegen die Kinderkrankheit, sind besondere Schutzmaßnahmen oder Behandlungen nötig. Ein Bluttest kann dann Aufschluss über den sogenannten Antikörper-Titer geben: Er zeigt an, ob aktuell eine Immunität vorliegt.

Warum wird Nicht-Schwangeren trotzdem zum Nachimpfen geraten? Die Blutuntersuchungen sind recht teuer und werden in der Regel nicht von der Krankenkasse bezahlt. Außerdem sind die Ergebnisse oft uneindeutig und der Bluttest ist immer nur eine Momentaufnahme: Er gibt keine Auskunft darüber, wie lange der Schutz noch halten wird oder ob und wann eine Auffrischung nötig ist.

Tipp: Mittlerweile gibt es sogenannte "digitale Impfausweise". Das sind Apps, in die man seine Impfdaten eintragen kann. Sie helfen, den Überblick zu behalten, und erinnern auch rechtzeitig daran, den nächsten Impftermin zu vereinbaren.


Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

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