Neue Ver­kehrs­re­geln und Bußgelder 2020 ©istock.com/Canetti

18. Dezember 2019, 12:14 Uhr

StVO-Novelle Neue Ver­kehrs­re­geln und Bußgelder 2020

Einige neue Verkehrsregeln führt 2020 eine StVO-Novelle ein. Neben höheren Bußgeldern und zusätzlichen Punkten für Autofahrer kommen zum Beispiel auch Fahrradzonen und strengere Regeln zum Überholen von Radfahrern und Fußgängern.

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Höhere Bußgelder 2020: Für Auto­fah­rer wird es teurer

Neues Jahr, neue Verkehrsregeln: 2020 müssen sich Autofahrer an höhere Bußgelder bei Verstößen gegen die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) gewöhnen.

Dazu zählt beispielsweise unerlaubtes Verhalten beim Bilden von Rettungsgassen:

  • Wer keine Ret­tungs­gas­se bildet, muss künftig mit einem Monat Fahr­ver­bot rechnen – zusätz­lich zu den bereits länger geltenden 200 Euro Bußgeld und zwei Punkten in der Flens­bur­ger Ver­kehrs­sün­der­kar­tei.
  • Auto­fah­rer, die durch die Ret­tungs­gas­se fahren oder dort Fahr­zeu­gen von Polizei oder Ret­tungs­diens­ten folgen, werden künftig mit 240 Euro zu Kasse gebeten. Hinzu kommen zwei Punkte und ein ein­mo­na­ti­ges Fahr­ver­bot. Bislang war das straffrei.

Die neuen Verkehrsregeln 2020 betreffen auch das Parken in zweiter Reihe.

  • Das kostet ab dem Jah­res­wech­sel min­des­tens 55 Euro  (vorher 15 Euro),
  • mit Behin­de­rung 70 Euro plus einen Punkt (vorher 20 Euro),
  • mit Gefähr­dung 80 Euro plus einen Punkt
  • und mit Sach­be­schä­di­gung 100 Euro plus einen Punkt

Die beiden letztgenannten Verstöße wurden bisher nicht geahndet. Mehr Informationen zum Thema Verkehrsrechtsschutz

Auf ein Bußgeld in Höhe von 55 Euro müssen sich Autofahrer ab 2020 gefasst machen, wenn sie zum Beispiel parken auf Geh-, Rad- oder Radschnell­wegen, auf einem Behindertenparkplatz oder E-Auto-Parkplatz.

Verboten werden außerdem Blitzer-Apps, die auf Smartphones Geräte zur Geschwindigkeitskontrolle anzeigen. Ebenso sind keine Radarwarner mehr erlaubt. Wer die Hilfsmittel trotzdem nutzt und dabei erwischt wird, zahlt 75 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg.

Neue Ver­kehrs­re­geln 2020: Für Radfahrer soll es sicherer werden

Die neuen Verkehrsregeln 2020 sollen auch einen besseren Schutz für Radfahrer bringen:

  • So gilt der grüne Pfeil an Ampeln nicht mehr aus­schließ­lich für Autos. Verlaufen neben einem ent­spre­chen­den Schild Rad­fahr­strei­fen oder Rad­fahr­we­ge, dürfen deren Nutzer dort ebenfalls trotz roter Licht­zei­chen rechts abbiegen.
  • Zusätz­lich wird es ein exklu­si­ves Schild für Radfahrer geben, dass nur ihnen den Rich­tungs­wech­sel nach rechts unab­hän­gig von der Ampel­an­zei­ge erlaubt.

Ein weiteres neues Schild sorgt an schmalen Stellen für ein Überholverbot von Fahrrädern. Es zeigt in einem roten Kreis links ein rotes Auto und rechts untereinander ein Fahrrad sowie ein motorisiertes Zweirad.

Weiter gibt es neue Verkehrsregeln hinsichtlich des Sicherheitsabstands von Kraftfahrzeugen zu Radfahrern, Fußgängern und E-Scootern. Der muss ab 2020 außerhalb von Ortschaften mindesten zwei Meter betragen, innerorts 1,5 Meter.

Künftig können zudem sogenannte Fahrradzonen eingerichtet werden, in denen maximal Tempo 30 gestattet ist. Dort dürfen nur Fahrräder fahren, es sei denn, ein zusätzliches Schild erlaubt die Durchfahrt auch für andere Fahrzeuge.

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