Parken in zweiter Reihe: Ist es immer verboten? Durch einen schmalen Weg aus hellen Autos fahren blaue Autos. Sven Krautwald, Fotolia

12. Januar 2020, 9:00 Uhr

Ver­kehrs­be­hin­de­rung Parken in zweiter Reihe: Ist es immer verboten?

Gerade in Großstädten ist das Parken in zweiter Reihe oft üblich. Schließlich sind Parkplätze schwer zu finden und Autofahrer versuchen deshalb, jeden freien Meter auszunutzen. Allerdings begehen sie damit eine Ordnungswidrigkeit, denn an solchen Stellen ist das Parken verboten. Hier liest du, was du beachten solltest.

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In zweiter Reihe gilt: Parken verboten

Grundsätzlich ist das Parken in zweiter Reihe laut § 12 Straßenverkehrsordnung (StVO) verboten. Was viele Autofahrer nicht wissen: Sie parken bereits, wenn sie länger als drei Minuten halten oder aber ihr Fahrzeug verlassen. Eine Ausnahme von diesem Parkverbot gilt lediglich für Taxifahrer, wenn sie Fahrgäste ein- oder aussteigen lassen. Auch sie müssen dabei jedoch auf die Verkehrslage achten und dürfen andere nicht gefährden oder behindern.

Das Halten in zweiter Reihe ist nur in Ausnahmefällen erlaubt, zum Beispiel für die Lieferung schwerer Güter oder die Orientierung auf einem Stadtplan. Dabei darfst du maximal drei Minuten an einer Stelle stehen und musst dein Auto immer im Blick behalten. Du solltest aber grundsätzlich darauf verzichten, in solchen Fällen die Warnblinkanlage einzuschalten. Dabei handelt es sich um ein Warnzeichen, mit dem laut § 16 StVO vor Gefährdungen gewarnt werden soll, zum Beispiel beim Heranfahren an einen Stau oder bei einer Autopanne. Wenn du in zweiter Reihe hältst oder parkst und dabei die Warnblinkanlage einschaltest, benutzt du diese also missbräuchlich.

Mehr Informationen zum Thema MietrechtsschutzParken in zweiter Reihe kostet

Das Parken in zweiter Reihe ist eine Ordnungswidrigkeit. Folgende Buß- beziehungsweise Verwarnungsgelder werden fällig (Stand: Januar 2020):

  • 55 Euro sind für das Parken in zweiter Reihe fällig,
  • mit Behin­de­rung 70 Euro plus einen Punkt in Flensburg,
  • mit Gefähr­dung 80 Euro plus einen Punkt,
  • und kommt es gar zu einer Sach­be­schä­di­gung, kostet das 100 Euro plus einen Punkt.

 

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