Parken in zweiter Reihe: Ist es immer verboten? Durch einen schmalen Weg aus hellen Autos fahren blaue Autos. Sven Krautwald, Fotolia

18. April 2016, 10:12 Uhr

Ver­kehrs­be­hin­de­rung Parken in zweiter Reihe: Ist es immer verboten?

Gerade in Großstädten ist das Parken in zweiter Reihe oft üblich. Schließlich sind Parkplätze schwer zu finden und Autofahrer versuchen deshalb, jeden freien Meter auszunutzen. Allerdings begehen sie damit eine Ordnungswidrigkeit, denn an solchen Stellen ist das Parken verboten. Lesen Sie, was Sie beachten sollten.

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In zweiter Reihe gilt: Parken verboten

Grundsätzlich ist das Parken in zweiter Reihe laut § 12 Straßenverkehrsordnung (StVO) verboten. Was viele Autofahrer nicht wissen: Sie parken bereits, wenn Sie länger als drei Minuten halten oder aber Ihr Fahrzeug verlassen. Eine Ausnahme von diesem Parkverbot gilt lediglich für Taxifahrer, wenn sie Fahrgäste ein- oder aussteigen lassen. Auch sie müssen dabei jedoch auf die Verkehrslage achten und dürfen andere nicht gefährden oder behindern.

Das Halten in zweiter Reihe ist nur in Ausnahmefällen erlaubt, zum Beispiel für die Lieferung schwerer Güter oder die Orientierung auf einem Stadtplan. Sie sollten aber grundsätzlich darauf verzichten, in solchen Fällen die Warnblinkanlage einzuschalten. Auch wenn das in der Praxis häufig zu beobachten ist, handelt es sich um ein Warnzeichen, mit dem laut § 16 StVO vor Gefährdungen gewarnt werden soll, zum Beispiel beim Heranfahren an einen Stau oder bei einer Autopanne. Wenn Sie in zweiter Reihe halten oder parken und dabei die Warnblinkanlage einschalten, benutzen Sie diese also missbräuchlich.

RechtsschutzParken in zweiter Reihe: Dieses Bußgeld droht

Da an diesen Stellen das Parken verboten ist, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit und müssen mit einem Bußgeld rechnen. 20 Euro sind für das Parken in zweiter Reihe fällig, mit Behinderung 25 Euro. Sobald Sie länger als 15 Minuten parken, müssen Sie bereits 30 Euro zahlen, mit Behinderung 35 Euro. Auch für das Halten in zweiter Reihe wird bereits ein Bußgeld fällig: 15 Euro ohne und 20 Euro mit Behinderung.

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