Wenn's drauf ankommt star­fla­me­dia, Fotolia

9. September 2015, 9:10 Uhr

Wenn's drauf ankommt Ret­tungs­gas­se auf der Autobahn: Dies sollten Auto­fah­rer wissen

Die Rettungsgasse rettet Leben. Nach Unfällen auf der Autobahn oder auf mehrspurigen Fahrbahnen sollten Sie als Autofahrer umgehend eine Gasse frei machen, damit Rettungsfahrzeuge schnellstmöglich zum Unfallort vordringen können. Alles was Sie über die Rettungsgasse wissen sollten, verrät Ihnen der Streitlotse-Ratgeber.

Wenn es kracht, ist unser Verkehrs-Rechtsschutz für Sie da! >>

Das sagt die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung zur Ret­tungs­gas­se

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) sind Sie als Autofahrer bei einem Stau – beispielsweise nach einem Unfall – verpflichtet, eine Rettungsgasse freizumachen. § 11 StVO bestimmt zum Thema "Besondere Verkehrslagen": "Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden."

Zwei­spu­rig, drei­spu­rig, vier­spu­rig – so gehen Sie vor!

Stehen Sie mit Ihrem Fahrzeug auf einer zweispurigen Straße im Stau und das Martinshorn ertönt, sollten Sie in der Mitte beider Fahrstreifen eine Gasse bilden, indem Sie möglichst dicht an den linken beziehungsweise an den rechten Fahrbahnrand fahren. Anders ist dies bei dreispurigen Autobahnen: Hier gilt, dass Sie die Rettungsgasse zwischen dem äußersten linken und der direkt rechts danebenliegenden Fahrspur bilden – bei vier Spuren müssen Sie in der Mitte Platz für herannahende Einsatzkräfte machen.

Wichtig zu wissen: Auf Autobahnen muss die Rettungsgasse vor allem deshalb gebildet werden, weil sich der Standstreifen in der Regel nicht für das Befahren durch Rettungsfahrzeuge eignet. Dennoch ist die Standspur grundsätzlich freizuhalten!

Bei Behin­de­rung von Ret­tungs­kräf­ten und Polizei droht Bußgeld

Verstoßen Sie gegen das Gebot der Rettungsgasse und behindern Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei so daran, rechtzeitig zum Unfallort zu gelangen, kann dies ein Bußgeld für Sie nach sich ziehen. Dieses liegt bei mindestens 20 Euro. Doch auch wenn Ihnen diese Geldstrafe im ersten Moment recht gering erscheinen mag: Bedenken Sie, dass im Ernstfall ein Menschenleben auf dem Spiel steht.

Tipp: Haben Sie einen Bußgeldbescheid bekommen, den Sie nicht nachvollziehen können, kann der Rat eines Experten weiterhelfen. Mit einem Verkehrs-Rechtsschutz können Sie gegebenenfalls Einspruch gegen den Bescheid erheben.

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