Unschöne Urlaubs-Kracher Jürgen Fälchle, Fotolia

23. Juli 2015, 14:52 Uhr

Unschöne Urlaubs-Kracher Unfall im Ausland: So gehen Sie vor

Wenn es im Urlaub kracht, ist nicht nur die Ferienlaune dahin. Ein Unfall im Ausland ist aufgrund der fremden Sprache und anderer Gesetze auch eine bürokratische Herausforderung. Hier erfahren Sie, was Sie beachten müssen, wie die Schadensregulierung funktioniert und warum Sie unbedingt Ihre Versicherung verständigen müssen. Ein Tipp vorweg: Für ein besseres Gefühl am Steuer kann ein Verkehrs-Rechtsschutz helfen.

Einen 24-Stunden-Notruf bei Zwischenfällen im Ausland gibt es im Verkehrs-Rechtsschutz von ADVOCARD. >>

Unfall im Ausland: Das gehört ins Hand­schuh­fach

An einen möglichen Unfall im Ausland denkt vor dem Urlaub niemand gerne. Dennoch lohnt es sich, schon vor Reiseantritt einige Vorkehrungen zu treffen, um Ärger zu vermeiden. Ins Gepäck sollten mindestens zwei Exemplare des Europäischen Unfallberichts. Dieser beinhaltet dasselbe Unfallprotokoll in mehreren Sprachversionen, das die Beteiligten im Falle eines Unfalls ausfüllen und unterschreiben. Die Signatur bedeutet keine Anerkennung der Schuld, vereinfacht jedoch die Schadensregulierung.

Zudem gehört die Internationale Versicherungskarte (auch Grüne Versicherungskarte genannt) ins Handschuhfach. Diese ist nicht nur Voraussetzung für die Einreise in viele osteuropäische Länder und die Türkei, sondern auch ein hilfreicher Reisebegleiter, wenn es zum Unfall im Ausland kommt. Sie bescheinigt den Versicherungsschutz Ihres Fahrzeugs und enthält die Namen und Anschriften der im Ausland zuständigen Stellen zur Schadensregulierung.

Niemals ohne Polizei

Bei einem Unfall im Ausland ist es außerdem wichtig, dass Sie die Polizei einschalten. Lassen Sie sich eine Kopie des polizeilichen Unfallprotokolls aushändigen. Auch bei Bagatellschäden. Machen Sie darüber hinaus selbst Fotos oder Videoaufnahmen, um den Unfallschaden zu dokumentieren, und halten Sie die Aussagen von Zeugen schriftlich fest. Wichtig für die Schadensregulierung ist, dass Sie das Kennzeichen des Unfallgegners notieren. Unterschreiben Sie niemals Protokolle, deren Inhalt Sie nicht verstehen.

Ver­si­che­rung sofort infor­mie­ren

Sie sollten unbedingt die Telefonnummer Ihres Kfz-Versicherers oder dessen Vertretung im jeweiligen Land im Mobiltelefon gespeichert haben. Die Versicherung ist umgehend zu informieren, auch wenn Sie selbst keine Unfallschuld tragen. Versicherer kümmern sich in der Regel von zu Hause aus um die Schadensregulierung. Fall Sie einen Verkehrs-Rechtsschutz haben, können Sie im Streitfall auch einen Anwalt einschalten.

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