Kurtaxe: Recht­li­che Grund­la­gen für die Abgabe ani­ma­flo­ra, Fotolia

3. August 2016, 8:46 Uhr

Pflicht­ab­ga­be Kurtaxe: Recht­li­che Grund­la­gen für die Abgabe

In vielen Ferienregionen müssen Urlauber zusätzlich zum Übernachtungspreis eine Kurtaxe bezahlen, zum Beispiel in den Erholungsorten an der Nord- und Ostseeküste. Diese Kurabgabe ist grundsätzlich für jeden Feriengast verpflichtend. Mehr über die rechtlichen Hintergründe erfahren Sie hier.

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Kurtaxe: Wo wird sie erhoben?

Orte, die als Kurort, Erholungs- oder Fremdenverkehrsgemeinde anerkannt sind, dürfen in Deutschland von jedem Touristen pro Übernachtung eine Kurabgabe erheben. Diese Abgabe soll dazu dienen, die touristische Infrastruktur zu erhalten. Mit diesen Einnahmen werden also zum Beispiel die Pflege der Strände und der Erhalt von Wander- und Radwegen sowie touristische Veranstaltungen finanziert. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind oft von der Zahlung ausgenommen. Vereinzelt erheben Gemeinden in den deutschen Küstenregionen jedoch eine Hundekurtaxe. Wenn Sie mit Ihrem Hund an die See fahren, sollten Sie sich nach entsprechenden Regelungen erkundigen.

RechtsschutzMuss man an jedem Strand neu zahlen?

Die Kurtaxe ist üblicherweise eine Kommunalabgabe. Das bedeutet: Sie ist an die jeweilige Gemeinde zu entrichten, die auch ihre Höhe festlegt. Urlauber zahlen sie meist im Hotel oder in der Pension, die die Kurabgabe dann an die Gemeindeverwaltung weiterleitet. Als Urlauber sollten Sie dabei beachten, dass die Kurabgabe in der Regel immer nur für einen Ferienort gilt. Das führt dazu, dass Sie auch dann erneut zahlen müssen, wenn Sie zum Beispiel einen Strand auf derselben Ferieninsel besuchen, der zu einer anderen Gemeinde gehört.

Keine Kurabgabe gezahlt: Was passiert?

Die Zahlung der Kurtaxe berechtigt den Urlauber dazu, Strände, Parks oder andere Erholungseinrichtungen vor Ort zu nutzen. Auch wenn Sie darauf verzichten, sind Sie als Feriengast zur Zahlung verpflichtet. Von Tagesgästen können die Ferienorte ebenfalls eine Abgabe erheben, die meist direkt am Strand zu entrichten ist. Wer nicht zahlt oder seine Kurkarte beim Verlassen des Strandes an jemand anderen weitergibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldbuße rechnen, wenn er ohne Karte oder Beleg erwischt wird. Vermieter von Ferienunterkünften sind verpflichtet, die erhobene Kurabgabe an die Gemeinde weiterzuleiten. Wer das Geld einbehält oder nur teilweise weitergibt, macht sich der Abgabenhinterziehung gemäß § 7 Kommunalabgabegesetz (KAG) strafbar. Dann droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

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