Mobbing-Opfer müssen geschützt werden JackF, Fotolia

Klassenversetzung Schüler-Mobbing: Opfer muss geschützt werden

Mobbing in der Schule ist leider keine Seltenheit.  In schweren Fällen sind Maßnahmen nötig, um das Mobbing-Opfer zu schützen. In einem vor dem Verwal­tungs­ge­richt Ansbach verhan­delten Fall wurde der Haupt­täter in eine andere Klasse versetzt. Dadurch verlor er seinen Platz in der Hochbe­gab­ten­klasse und musste auf die Begab­ten­för­derung verzichten. Das Gericht erachtete diese Maßnahme aber als gerecht­fertigt.

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Mobbing-Opfer durch Klassen­wechsel geschützt

In dem Fall ging es um einen Schüler der neunten Klasse, der innerhalb der Hochbe­gab­ten­klasse stark am Mobbing eines Mitschülers beteiligt war. Das geschah unter anderem durch belei­di­gende Äußerungen im Klassenchat und die Bemerkung im Unter­richt, man müsse den Mitschüler erschießen. Um das Mobbing-Opfer zu schützen, wurde der andere Teenager in eine Paral­lel­klasse versetzt. Dagegen wehrte er sich vor Gericht: Er wollte weiterhin die Klasse besuchen, um die Begab­ten­för­derung zu erhalten. Andere Mitschüler hätten sich ebenfalls am Mobbing beteiligt. Außerdem habe er nicht gewusst, dass der betroffene Junge unter seinen Attacken litt.

Kein Anspruch auf Begab­ten­för­derung für den Täter

Das Gericht hielt das Vorgehen der Schule aller­dings für gerecht­fertigt und wies die Klage ab (AZ AN 2 K 17.00250). Durch den dokumen­tierten Chatverlauf aus dem Klassenchat wurde für die Richter deutlich, dass der versetzte Teenager feder­führend am Mobbing in der Schule beteiligt gewesen war.

RechtsschutzDas erheb­liche Fehlver­halten recht­fertige auch den Verlust der Begab­ten­för­derung durch den Klassen­wechsel. Zudem erklärte der Schul­leiter, dass es seit der Versetzung des Haupt­täters keine derar­tigen Probleme mehr in der Hochbe­gab­ten­klasse gebe.

Juris­tische Möglich­keiten bei Mobbing in der Schule

Von Mobbing betroffene Schüler und deren Eltern sollten sich zuerst mit dem Klassen­lehrer, der Schul­leitung und den Eltern der Täter besprechen, bevor sie recht­liche Schritte ergreifen. Im äußersten Fall gilt: Ab 14 Jahren sind Jugend­liche straf­mündig und bei einigen Aspekten von Mobbing in der Schule handelt es sich um Straf­taten, zum Beispiel bei Belei­di­gungen oder Verleumdung. Ein Anwalt kann in einem solchen Fall weiter­helfen und zu den juris­ti­schen Möglich­keiten beraten.

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