Han­dy­ver­bot an Schulen: Ein Junge hält ein Smart­pho­ne und guckt mit vier Mädchen auf das Display. Syda Pro­duc­tions, Fotolia

18. Januar 2016, 10:26 Uhr

Streit­punkt Smart­pho­ne Han­dy­ver­bot an Schulen: Was ist erlaubt?

Um das Handyverbot an Schulen gibt es häufig Meinungsverschiedenheiten zwischen Lehrern, Schülern und Eltern. Viele Schulen stellen klare Regeln für die Handynutzung auf, manchmal sind Handys sogar komplett verboten. Doch wie stark dürfen Schulen die Nutzung von Mobiltelefonen in ihrer Schulordnung überhaupt reglementieren?

Mit dem Komplett-Rechtsschutz sind Sie auch in unklaren Situationen abgesichert. >>

Grund­sätz­li­ches Han­dy­ver­bot an Schulen nicht möglich

Schulen dürfen den Schülern nicht gänzlich untersagen, ihr Handy mitzubringen. Schließlich wünschen sich viele Eltern, dass ihre Kinder unterwegs erreichbar sind. Ein generelles Verbot ließe sich auch mit den Aufgaben der Schule nicht begründen, da ein ausgeschaltetes Handy in der Tasche den Unterricht nicht stört. Abgesehen von dieser wichtigen Grundlage ist das Handyverbot an Schulen aber eine Sache der Schulordnung und des Schulgesetzes, welches sich wiederum von Land zu Land unterscheidet. Es kann also jede Schule innerhalb des in ihrem Bundesland geltenden Gesetzes festlegen, wie sie die Handynutzung gestalten möchte. Nur in Bayern schreibt das Schulgesetz vor, dass Handys grundsätzlich auf dem gesamten Schulgelände ausgeschaltet werden müssen.

PrivatrechtsschutzSchul­ord­nung regelt die Han­dy­nut­zung

Für Schüler und Lehrer ist die Schulordnung verbindlich. Diese kann zum Beispiel eine Handynutzung auf die Pausen oder auf bestimmte Bereiche im Gebäude begrenzen. Je nach Schule können die Regelungen also stark variieren. Was aber fast überall gilt: Die Handynutzung während einer Klassenarbeit kann als Täuschungsversuch angesehen werden. Dementsprechend muss der Schüler in diesem Fall mit einer Bewertung der Arbeit als ungenügend rechnen.

Lehrer darf das Smart­pho­ne abnehmen

Der Lehrer kann grundsätzlich einfordern, dass Handys im Unterricht ausgeschaltet bleiben. Wenn ein Schüler verbotenerweise sein Handy im Unterricht nutzt, darf der Lehrer es einbehalten. Er muss es aber zeitnah an die betreffende Person oder deren Eltern aushändigen und darf es aus Gründen des Datenschutzes nicht durchsuchen. Auch wenn der Lehrer strafbare Inhalte darauf vermutet, muss er das Handy zur Überprüfung an die Polizei oder die Eltern übergeben.

Artikel teilen

Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

So einfach ist Rechts­schutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.