Eine Pedelec-Ver­si­che­rung ist nicht unbedingt dasselbe wie eine E-Bike-Ver­si­che­rung ARochau, Fotolia

16. März 2018, 9:30 Uhr

Separate Ver­si­che­rung oft sinnvoll Pedelec-Ver­si­che­rung: Was Besitzer wissen müssen

Eine spezielle Pedelec-Versicherung, die das kostbare Gefährt absichert, kann sich lohnen. Hier sind aber zunächst ein paar Begriffe zu klären: Auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff "E-Bike" für alle Fahrräder mit Hilfsmotor verwendet wird – eine E-Bike-Versicherung ist nicht unbedingt dasselbe wie eine Pedelec-Versicherung.

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Echte Pedelecs helfen nur

Pedelecs leisten lediglich Unterstützung beim Treten und schalten sich beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h automatisch ab. Sie gelten versicherungstechnisch als Fahrräder. E-Bikes dagegen fahren auch ohne Muskelkraft und können Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h erreichen.  Hierbei handelt es sich rechtlich gesehen um Kleinkrafträder – auch wenn sie im Fachhandel oft als S-Pedelecs geführt werden.  Für S-Pedelecs benötigen Sie zwingend eine Versicherung, erkennbar an einem Mofa-Kennzeichen, und mindestens einen Mofaführerschein.

Pri­vat­haft­pflicht schließt Pedelecs ein

Verursacht ein Fahrrad- oder Pedelecfahrer einen Unfall mit Sach- oder Personenschaden, kommt seine private Haftpflichtversicherung dafür auf. Vorsichtshalber sollten Sie beim Kauf eines Pedelecs mit Ihrer Versicherung klären, ob sie das neue Fahrzeug auch als Fahrrad einstuft. So vermeiden Sie mögliche teure Überraschungen.

Anschaf­fung best­mög­lich schützen

Pedelecs sind mit einem Kaufpreis bis zu mehreren tausend Euro keine preiswerte Anschaffung, leider auch bei Dieben außerordentlich begehrt und wie ein Auto anfällig für Schäden. Im Fall der Fälle möchte man dann nicht auch noch auf den Kosten für eine teure Reparatur oder sogar ein neues Fortbewegungsmittel sitzen bleiben. Wie also können Besitzer ihr Pedelec versichern?

Haus­rat­ver­si­che­rung greift nicht immer

Rechtsschutz

Vielleicht beinhaltet ja Ihre Hausratversicherung sogar Fahrräder  und damit auch Pedelecs oder sie lässt sich zumindest verhältnismäßig preiswert um eine Fahrradversicherung erweitern.  Trotzdem schützt sie nur bei Diebstahl und es gibt bei vielen Versicherern Einschränkungen: Oft gilt sie nur, wenn der Diebstahl aus dem eigenen Haus, dem Keller oder der Garage erfolgt, nur zwischen 6.00 und 22.00 Uhr (Nachtzeitklausel) und auch nur bis zu einer gewissen Höhe, die sich nach dem Versicherungsschutz für den Hausrat richtet.

Liegt der beispielsweise bei 75.000 Euro und der Vertrag legt den versicherten Wert eines Fahrrades mit einem Prozent fest, erhalten Sie im Schadensfall gerade einmal 750 Euro.

Separate E-Bike-Ver­si­che­rung schützt umfassend

Eine gute separate Versicherung für ein E-Bike oder Pedelec kostet mehr, tritt dafür aber nicht nur bei Diebstahl ein, sondern auch bei Teildiebstahl, Vandalismus, Sturzschaden, Akku-Defekt und sogar Konstruktions- oder Produktionsfehlern nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistungspflicht.

Fazit: Eine Haftpflichtversicherung ist für Pedelecfahrer unbedingt empfehlenswert, eine separate Pedelec-Versicherung im Hinblick auf die beträchtlichen Anschaffungskosten sinnvoll.

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