Motor­leis­tung ent­schei­dend autofocus67, Fotolia

9. Februar 2015, 15:34 Uhr

Motor­leis­tung ent­schei­dend Pedelec: Rechts­la­ge zum beson­de­ren Elek­tro­fahr­rad

Vielen Hobby-Radfahrern ist der Unterschied zwischen einem Pedelec und einem E-Bike nicht wirklich bekannt. Dies liegt daran, dass die Begriffe in Deutschland häufig synonym verwendet werden. Dabei handelt es sich bei einem Pedelec um die spezielle Ausführung von einem Elektrofahrrad. Der Pedelec-Fahrer wird von einem Elektromotor unterstützt, sobald er in die Pedalen tritt – bei einem E-Bike hingegen wird der Motorantrieb zum Beispiel per Drehgriff gesteuert.

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Rechts­la­ge: Pedelec gilt grund­sätz­lich als Fahrrad

Die Motorunterstützung bei einem Pedelec ist abhängig von der Tretleistung. In der Regel sind die praktischen Räder mit einem maximal 250 Watt starken Motor ausgerüstet und die Höchstgeschwindigkeit damit konstruktiv auf 25 km/h begrenzt. Pedelecs werden nach deutscher Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung grundsätzlich wie Fahrräder behandelt. Wenn Sie ein solches Elektrofahrrad besitzen, dürfen Sie ohne Bedenken den Radweg nutzen. Kennzeichen-, Haftpflichtversicherungs-, Führerscheins- oder Helmpflicht bestehen nicht. Anders sieht es jedoch bei sogenannten S-Pedelecs aus: Ein Speed-Pedelec hat einen Elektroantrieb über 25 km/h und wird rechtlich als Kleinkraftrad eingestuft.

Füh­rer­schein­pflicht und Ver­si­che­rungs­pflicht für S-Pedelecs

S-Pedelecs besitzen eine leistungsstarke Tretunterstützung bis zu 45 km/h – das Elektrofahrrad ist damit versicherungs- und fahrerlaubnispflichtig. Hier ist mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung erforderlich. Speed-Pedelecs brauchen ein Versicherungskennzeichen, um fahren zu dürfen. Meist erwirbt der Fahrer mit Kauf des Nummernschildes zugleich einen Haftpflichtschutz für die Zeit, in der das Kennzeichen gültig ist. Eine private Haftpflichtversicherung kann sich bei einem Unfall als besonders lohnenswert herausstellen: Kommt eine Person oder ein anderes Fahrzeug durch einen Pedelec-Unfall zu Schaden, muss der Elektrofahrrad-Fahrer ansonsten mit seinem Privatvermögen haften.

Füh­rer­schein­ent­zug wegen erhöhtem Alko­hol­kon­sum möglich

Beachten sollten Sie außerdem, dass für ein Pedelec dieselben Alkohol-Höchstwerte gelten wie beim normalen Fahrradfahren. Wird die Grenze von 1,6 Promille überschritten, kann Führerscheinentzug drohen. Bei einem S-Pedelec gelten noch strengere Regeln, was den Konsum von Alkohol anbelangt: Schon ab 0,5 Promille müssen Sie mit Konsequenzen rechnen.

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