Regeln für die freie Bahn S.Kobold, Fotolia

14. September 2015, 11:10 Uhr

Regeln für die freie Bahn Reiß­ver­schluss­ver­fah­ren: So verhalten Sie sich richtig

Wenn es auf einer Fahrbahnspur nicht weitergeht, beispielsweise wegen einer Baustelle, müssen sich die Fahrzeuge im sogenannten Reißverschlussverfahren nacheinander in die freie Spur einfädeln. Für die Autofahrer, die eigentlich freie Bahn haben, gilt daher: Sie müssen vor der Engstelle einem Auto auf der Nachbarspur Vorfahrt gewähren. Aber auch für die Einfädler gelten Regeln.

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Wann ist das Reiß­ver­schluss­ver­fah­ren vor­ge­schrie­ben?

Verkehrsteilnehmer müssen laut § 7, Abs. 4 Straßenverkehrsordnung (StVO) immer dann das Reißverschlussverfahren anwenden, wenn auf einer mehrspurigen Straße eine Fahrbahn endet oder versperrt ist. Ein Beispiel dafür ist eine Baustelle. Aber auch vor liegen gebliebenen Fahrzeugen, Unfallstellen oder einer beginnenden Reihe von geparkten Autos ist das Reißverschlussverfahren vorgeschrieben. Es gilt jedoch nicht auf dem Beschleunigungsstreifen beim Einfahren auf die Autobahn. Auch bei Stau oder zäh fließendem Verkehr haben dort die Fahrer auf der Hauptspur stets Vorfahrt.

So funk­tio­niert es

Wenn Sie auf der verbleibenden Spur unterwegs sind, müssen Sie vor dem Hindernis, also beispielsweise der Baustelle, stoppen und ein Fahrzeug von der Nachbarspur auf Ihre Spur wechseln lassen. Anschließend sind Sie an der Reihe. Ihr Hintermann muss ebenfalls wieder einen Fahrer von der endenden Spur vorlassen. Ignorieren oder Drängeln ist ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln. Tritt eine Engstelle plötzlich auf, hat der erste Fahrer auf der freien Bahn Vorfahrt. Eine Ausnahme besteht dann, wenn dieser einen wesentlich größeren Abstand zum Hindernis hat als der erste Fahrer, der die Spur wechseln muss.

Tipps für das richtige Einfädeln

Wenn Sie auf der endenden Spur unterwegs sind, müssen Sie Folgendes beachten: Fädeln Sie sich erst am Ende der Spur ein. Vor der Baustelle befindet sich in der Regel ein entsprechendes Hinweisschild. Früheres Einordnen blockiert den Verkehrsfluss wesentlich stärker. Zudem sollten Sie beim Wechseln rechtzeitig den Blinker setzen und auf Nummer sicher gehen: Achten Sie darauf, dass der Fahrer auf der Nachbarspur Sie auch tatsächlich vorlässt.

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