Besondere Regeln Patrizia Tilly, Fotolia

25. Dezember 2014, 11:16 Uhr

Besondere Regeln E-Bike im Stra­ßen­ver­kehr: Dies sollten Sie beachten

Als E-Bike werden Fahrräder bezeichnet, die zusätzlich zum normalen Antrieb über die Pedale mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sind. Während Elektrofahrräder einst nur für ältere oder kranke Menschen interessant waren, haben sie sich mittlerweile von ihrem Ruf als "Senioren-Fahrrad" emanzipiert und werden auch bei jungen Menschen immer beliebter. Doch was sagt die Straßenverkehrsordnung zu den elektrischen Bikes? Wo dürfen sie fahren, wo nicht?

Mit unseren Experten sind Sie auf der sicheren Seite. >>

E-Bikes nur auf Radwegen mit Zusatz­schild erlaubt

Wenn Sie mit einem E-Bike unterwegs sind, müssen Sie sich an besondere Regeln halten. Sie dürfen mit dem Elektrofahrrad zum Beispiel nicht einfach so auf einem Radweg fahren. Dies ist nur erlaubt, wenn der Radweg mit dem Zusatzschild "Mofas frei" gekennzeichnet ist. Generell sind alle Wege verboten, wo ein Straßenschild das Befahren für Motorkrafträder verbietet. Rechtlich gesehen gehören E-Bikes zu der Klasse der Kleinkrafträder mit geringer Leistung. Auch sind Einbahnstraßen, die in Gegenrichtung für Fahrräder freigegeben sind, für E-Bikes tabu.

Alko­hol­gren­ze, Helm­pflicht und Co.

Wenn das Schild "Motorräder jeder Art" die Durchfahrt verbietet, müssen Sie auch mit dem E-Bike anhalten. Ebenfalls wichtig zu wissen: Für E-Bike-Fahrer gelten die gleichen Alkoholbestimmungen wie für Kraftfahrzeugfahrer. Bereits ab 0,5 Promille sind Konsequenzen zu erwarten. Auch Anhänger dürfen laut Straßenverkehrsordnung nicht an ein E-Bike gehängt werden.

Helmpflicht besteht ab einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Laut Bundesverkehrsministerium ist die Geschwindigkeit ausschlaggebend dafür, ob ein Helm getragen werden muss oder nicht. Bei über 25 Stundenkilometern ist ein Fahrradhelm unzulässig – hier bedarf es eines Motorradhelms, zitiert die "Tagesschau" einen Ministeriumssprecher.

Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung: Füh­rer­schein­ent­zug betrifft auch das E-Bike

Ein vorübergehendes Fahrverbot wirkt sich auch auf das E-Bike aus. Wer für eine bestimmte Zeit seinen Führerschein abgeben muss, darf nicht auf ein Elektrofahrrad umsteigen. Erlaubt sind dann nur noch Fahrräder oder Pedelecs. Ein Pedelec ist eine weniger leistungsstarke Ausführung eines Elektrofahrrads, das mit einer elektrischen Unterstützung im Pedale-Bereich ausgestattet ist. Generell benötigen Sie jedoch für ein E-Bike keinen Führerschein.

Artikel teilen

Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

So einfach ist Rechts­schutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.