Frau mit Sonnenbrille und medizinischer Maske sitzt am Strand © iStock / Fever­pit­ched

1. April 2021, 10:00 Uhr

Darf ich eigent­lich? Urlaub planen in Zeiten von Corona: Was ist 2021 möglich?

Wer 2021 Urlaub planen möchte, sieht sich angesichts der Corona-Pandemie vielen Risiken und Unwägbarkeiten gegenüber. Irgendwann wird Reisen wieder weitgehend ungehindert möglich sein – aber wann welche Beschränkungen aufgehoben werden, weiß heute noch niemand. Worauf du achten solltest, wenn du jetzt trotzdem deinen Jahresurlaub 2021 buchen möchtest, erfährst du hier.

Auf Reisen jederzeit gut abgesichert >>

Erst aktuell infor­mie­ren, dann den Urlaub 2021 planen

Derzeit (Stand: 29.März 2021) sind touristische Reisen schwierig bis unmöglich. Für die meisten Länder weltweit gilt aktuell eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, außerdem sind die Grenzen vieler Länder geschlossen. In Deutschland sind touristische Übernachtungen aktuell noch verboten und auch in vielen anderen Ländern sind Hotels für ausländische Touristen teilweise verschlossen.

Vorhersagen sind schwierig, denn neue Infektionsfälle oder gar -wellen können die Situation jederzeit ändern. Wenn du deinen Sommerurlaub 2021 planen und buchen möchtest, solltest du deshalb die Lage an deinem Reiseziel permanent beobachten.

Wichtige Informationsquellen für internationale Reisen: die Internetseite „Sicher reisen“ des Auswärtigen Amtes sowie die Tourismusportale der Länder. Möchtest du innerdeutsche Ziele besuchen, solltest du die Online-Reisehinweise des jeweiligen Bundeslandes beachten.

Vor jeder Buchung: Stor­nie­rungs­be­din­gun­gen genau durch­le­sen

Aktuell locken viele Reiseanbieter mit besonders hohen Frühbucherrabatten. Sie möchten schließlich trotz der anhaltenden Pandemie möglichst viele Reisen verkaufen. Als Kunde solltest du aber gut abwägen und dir das Kleingedruckte im Reisevertrag oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters durchlesen, bevor du buchst.

Achte vor allem darauf, bis zu welchem Zeitpunkt du deine Buchung kostenlos stornieren kannst. Denn: Muss dein für Frühjahr oder Sommer 2021 gebuchter Urlaub schließlich doch wegen der anhaltenden Pandemie ausfallen, dann sollte dafür gesorgt sein, dass du nicht auf allzu hohen Kosten sitzen bleibst.

Individualreisende sollten versuchen, sich mit ihrem Vertragspartner, also zum Beispiel dem Vermieter ihrer Ferienwohnung, auf für sie günstige Sonderregelungen bei einer Stornierung oder Umbuchung zu einigen. Wichtig: Alles schriftlich festhalten.

Pauschalreisende sind rechtlich relativ gut abgesichert. Wird zum Beispiel kurz vor Beginn der Reise eine Reisewarnung für ihr Urlaubsgebiet ausgesprochen, können sie in der Regel kostenlos von der Reise zurücktreten. Aber: Bestand die Reisewarnung nachweislich schon zum Zeitpunkt der Buchung und du entscheidest dich später doch gegen die Reise, könntest du auf den Storno-Kosten sitzen bleiben – denn dann war dir das Risiko ja von vornherein bekannt.

 

Urlaub planen in Zeiten von Corona: Was ist 2021 möglich?

Hierzulande verantworten und bestimmen die Bundesländer die Corona-Regeln. Die wirken sich auch auf die Vorgaben für den Tourismus aus. Ob und wie du deinen Urlaub 2021 zwischen den Stränden von Nord- und Ostsee und den Bergen der Alpen verbringen kannst, wird somit in den einzelnen Landeshauptstädten entschieden.

Derzeit sind Reisen noch nicht möglich, Anbieter und Urlauber hoffen aber auf Lockerungen für das späte Frühjahr und den Sommer 2021. Entsprechend sind für diese Zeiträume Ferienquartiere in Deutschland grundsätzlich buchbar. Auch hier gilt aber: Achte auf möglichst günstige Stornierungsbedingungen.

Urlaub 2021: Jetzt schon eine Aus­lands­rei­se buchen?

Da aktuell noch Reisewarnungen für fast alle europäischen Länder gelten, ist die Buchung einer Pauschalreise ins EU-Ausland zum jetzigen Zeitpunkt nicht ohne Risiko.

Wer trotzdem jetzt seinen Sommerurlaub am Mittelmeer buchen möchte, sollte daher ebenfalls auf die Stornierungsbedingungen des Reiseveranstalters achten. Viele Anbieter haben derzeit besondere Tarife im Angebot, die gegen Aufpreis zur kurzfristigen Stornierung oder Umbuchung berechtigen. Urlauber sollten abwägen, inwiefern sich das für sie lohnt – oder ob sie mit der Buchung doch lieber warten möchten, bis die Reisewarnung wieder aufgehoben wird.

Denn obwohl die Reisewarnung kein Reiseverbot bedeutet, wird sie nicht ohne Grund ausgesprochen und weist auf eine ernsthafte Gefährdung für Urlauber hin. Bei der Einreise in oder aus Risikogebieten muss man sich auf verpflichtende Corona-Tests und Quarantäne-Tage einstellen.

Vor der Einreise per Flugzeug nach Deutschland ist bis vorerst 12. Mai 2021 grundsätzlich ein Corona-Test verpflichtend – egal, ob man aus einem Risikogebiet einreist oder nicht.

  • Aus­ge­nom­men sind davon nur Kinder unter sechs Jahren.
  • Der Test muss selbst bezahlt werden.
  • Wer positiv getestet wird, darf nicht mit zurück nach Deutsch­land fliegen und muss sich am Urlaubs­ort nach den dortigen Vor­schrif­ten und auf eigene Kosten eigen­ver­ant­wort­lich isolieren.

Tipp: Wer für 2021 eine Reise innerhalb der EU plant, sollte die Internetseite “Re-open EU” der Europäischen Union im Auge behalten. Dort findest du Infos über Infektionszahlen in den einzelnen EU-Ländern und erfährst zum Beispiel, ob Reisen dorthin aktuell möglich sind und welche Bedingungen dabei gelten – etwa in Bezug auf Corona-Tests, Impfungen oder Quarantäne.

Urlaub 2021 planen für Fern­rei­sen

Die Mitgliedstaaten der EU halten sich bei ihrer Öffnung für Touristen im Großen und Ganzen an eine gemeinsame Leitlinie. Länder außerhalb der Union hingegen agieren unabhängig voneinander. Welche Maßnahmen sie gegen das Coronavirus ergreifen, hängt vom jeweiligen Infektionsgrad in der Bevölkerung ab.

Urlaub planen in Zeiten von Corona: Was ist 2021 möglich?

Wo die Ansteckungswellen abebben, sind Lockerungen möglich. Wo das Coronavirus noch stark wütet, ist mit Verschärfungen zu rechnen. Die lokal unterschiedlichen Stadien der Ausbreitung sowie die jeweiligen Vorgehensweisen gegen die Krankheit erschweren die Urlaubsplanung. Vorhersagen sind daher kaum möglich. Deshalb sei an dieser Stelle erneut auf die „Sicher reisen“-Internetseite des Auswärtigen Amtes hingewiesen.

Corona: Sind Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung und Aus­lands­rei­se­ver­si­che­rung sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Reiserücktrittsversicherung sinnvoll, um dich für den Fall einer plötzlichen Erkrankung abzusichern, deretwegen du die Reise nicht antreten kannst. Aber: Viele Versicherungen schließen Krankheiten wie Covid-19, die als Pandemie gelten, dabei ausdrücklich aus. Daher solltest du die Vertragsbedingungen auch hier genau prüfen.

Bei einer Reise innerhalb der EU bist du über deine gesetzliche Krankenversicherung am Reiseziel automatisch krankenversichert – allerdings nur über die medizinisch notwendigen Leistungen. Eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung kann daher sinnvoll sein. Derzeit ist es wichtig, darauf zu achten, dass auch eine mögliche Erkrankung an Covid-19 und die damit zusammenhängenden Leistungen abgedeckt sind – das ist nämlich nicht bei jeder Versicherung der Fall. Und: Oft gilt als Voraussetzung für den Versicherungsschutz, dass zum Zeitpunkt deiner Reise keine Reisewarnung für das Urlaubsziel bestand.

Fazit
  • Bei Rei­se­bu­chun­gen für Frühjahr und Sommer 2021 heißt es derzeit: Auch wenn hohe Früh­bu­cherra­bat­te locken – die Stor­nie­rungs­be­din­gun­gen müssen stimmen. Denn die Ent­wick­lung der Corona-Pandemie kann niemand vor­aus­se­hen.
  • Wer trotz bestehen­der Rei­se­war­nung bucht, geht ein Risiko ein.
  • Den Urlaub 2021 zu planen, setzt daher aktuelles Wissen über die jewei­li­gen Ein­rei­se­be­stim­mun­gen voraus. Hier sollten sich Urlaubs­in­ter­es­sier­te immer auf dem Laufenden halten, etwa auf den Inter­net­sei­ten des Aus­wär­ti­gen Amtes.
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