Vermieter fragen con­trast­werk­statt, Fotolia

11. Dezember 2014, 10:26 Uhr

Vermieter fragen Wohnung unter­ver­mie­ten: Dies müssen Mieter wissen

Sie wollen Ihre Wohnung untervermieten und sich ein wenig Geld dazuverdienen? An sich kein Problem – allerdings sollten Sie sich an die gesetzlichen Regeln halten und sicherstellen, dass die mit einer Untervermietung einhergehenden Voraussetzungen erfüllt sind. Damit es nicht zu Ärger oder gar zu einem Rechtsstreit mit Ihrem Vermieter kommt, sollten Sie die folgenden Tipps des Streitlotsen beherzigen.

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Wohnung unter­ver­mie­ten: Erlaubnis einholen

Eine Untervermietung meint das Überlassen der Mietsachen an einen Dritten auf Basis eines Mietvertrages gegen Entgelt. Wenn Sie also ein freies Zimmer haben und dieses vermieten möchten, können Sie mit Ihrem Vermieter über Ihr Vorhaben sprechen. Dieser hat nach § 553 des Bundesgesetzbuches (BGB) jedoch das Recht zur Verweigerung. Der Mieter darf die Wohnung also nicht ohne die Erlaubnis des Vermieters einfach jemand anderem überlassen. Wenn Sie Ihre Wohnung ohne Genehmigung untervermieten, riskieren Sie eine Kündigung. Sie müssen Ihren Vermieter also um Erlaubnis bitten und ihm rechtzeitig mitteilen, wer der mögliche neue Bewohner ist und aus welchen Gründen er die Untervermietung antreten möchte. Nicht vergessen: Auch der Wechsel eines Untermieters muss dem Vermieter mitgeteilt werden. Um Ihre Wohnung untervermieten zu können, müssen Sie allerdings noch weitere Voraussetzungen erfüllen.

Weitere Vor­aus­set­zun­gen zur Unter­ver­mie­tung

Wichtig ist, dass Sie Ihre Wohnung weiterhin selbst zu Wohnzwecken nutzen. Sie dürfen also nicht etwa die gesamte Wohnung untervermieten und selbst nicht mehr dort wohnen. Des Weiteren darf es nicht zu einer Überbelegung der Wohnfläche kommen. Als Mieter müssen Sie zudem ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung haben. Ein solches besteht etwa dann, wenn Sie aus finanziellen Gründen darauf angewiesen sind, Ihre Wohnung unterzuvermieten.  Am besten reden Sie persönlich mit Ihrem Vermieter über Ihr Vorhaben. Erklären Sie ihm, warum Sie eine Untervermietung für sinnvoll halten. Bei einer unbegründeten Verweigerung können Sie sich bei einem Rechtsexperten über weitere Schritte informieren. Wichter Tipp: Zwischen Hauptmieter und Untermieter sollte immer ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen werden. Dieser regelt die Zahlungen sowie die Dauer der Wohnzeit.

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