Ist offenes Feuer im Garten erlaubt? Jan Jansen, Fotolia

Erkundigen Sie sich Ist offenes Feuer im Garten erlaubt?

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang zieht es Hobbygärtner bei gutem Wetter nach draußen. Ein offenes Feuer im Garten ist in der Praxis oft der nächste Schritt, nachdem Hecken und Bäume geschnitten wurden. Doch dürfen Sie einfach so Laub, Holz und etwaige andere Gartenabfälle verbrennen? Durch Rauchentwicklung, Umweltgefährdung und Gestank kann es schnell zu Streit mit Nachbarn und auch mit Behörden kommen.

Advocard-Wohnungsrechtsschutz

Keine ein­heit­li­chen Rege­lun­gen zum Feuer im Garten

Mit Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigt sich das Gesetz uneinheitlich, was das Verbrennen von Gartenabfällen betrifft. Noch dazu gibt es in den unterschiedlichen Gemeinden oft spezielle Regelungen. Ein offenes Feuer im Garten unterliegt überall jedoch strengen Auflagen und Einschränkungen. Wer nach dem Frühjahrsschnitt etwa ein meterhohes Feuer im Garten entfacht, muss sowohl mit genervten Nachbarn als auch mit Bußgeldstrafen vom Ordnungsamt rechnen. Vielerorts sind kleine Feuer mit Mindestabstand zum Nachbargrundstück und der Vermeidung von starker Rauchentwicklung jedoch erlaubt.

Hier können Sie sich erkun­di­gen

Um Streit zu vermeiden, sollten Sie sich vor dem Verbrennen von Gartenabfällen auf jeden Fall bei Ihrer Gemeinde über die Sie betreffenden Regelungen informieren. Auskunft geben beispielsweise Ordnungsämter, Polizeibehörden, Umweltämter und die örtliche Feuerwehr. Tipp: Sind die Gesetze zum offenen Feuer im Garten in Ihrem Bundesland gelockert, können Sie sich bei der Feuerwehr auch über die Rahmenbedingungen und Sicherheitsstandards erkundigen.

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Grundsätzlich gilt: Verbrennen Sie keine nassen oder frischen Gartenabfälle, da dies in der Regel mit starker Rauch- und Geruchsentwicklung einhergeht. Halten Sie Mindestabstände zu brennbaren Stoffen, öffentlichen Wegen und Nachbargrundstücken ein und halten Sie immer eine Löschmöglichkeit wie einen Eimer Wasser für den Notfall bereit. Und wenn die Nachbarn doch Ärger machen: versuchen sie ihn zu schlichten. Im Notfall können Sie sich an Ihre Rechtsschutzversicherung wenden - dort bekommen Sie Unterstützung im Ernstfall.

Alter­na­ti­ven zum Ver­bren­nen von Gar­ten­ab­fäl­len

Es gibt viele ökologische Gründe, warum das Verbrennen von Gartenabfällen heute als unzeitgemäß gilt. Nicht nur dass die Umwelt mit Rauch und Gestank belästigt wird, trockenes Laub sowie Strauchwerk und Äste bieten außerdem Nistmöglichkeiten für Vögel und andere Tiere. Eine gute Alternative bietet das Schreddern und Kompostieren von Holz, bei dem die Abfälle wiederverwertet werden können. Die Gartenabfälle können auch beim örtlichen Werkstoffhof entsorgt werden.

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