Ket­ten­sä­ge zersägt gefällten Baum vsch­lichting, Fotolia

8. April 2015, 14:00 Uhr

Geneh­mi­gung eingeholt? Baum fällen auf dem eigenen Grund­stück: Baum­schutz­ver­ord­nung beachten

Die alte Eiche im Garten wirft schon lange Schatten auf Ihre Terrasse – nun soll sie weg. Einen Baum fällen Sie jedoch besser nicht ohne amtliche Genehmigung, da es sonst zu Ärger mit den Behörden kommen kann. Wann diese einzuholen ist und an wen Sie sich wenden müssen, erfahren Sie im Streitlotse-Ratgeber.

Advocard-Wohnungsrechtsschutz

Baum­schutz­ver­ord­nung ist Sache der Städte und Gemeinden

Viele Städte und Gemeinden haben eine sogenannte Baumschutzverordnung erlassen, die das Fällen oder Zurückschneiden von Gehölzen ab einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Alter verbietet. Der Inhalt einer solchen Baumschutzverordnung ist bundesweit nicht einheitlich – die einzelnen Städte und Gemeinden gestalten diese selbst. Die Regelungen greifen ab bestimmten Stammumfängen oder Höhen, die Sie der jeweiligen Baumschutzverordnung Ihrer Stadt oder Gemeinde entnehmen können, sofern eine erlassen wurde. Oft dürfen Bäume beispielsweise ab einem Stammumfang von 80 Zentimetern und einem Meter Höhe nicht ohne Genehmigung gefällt werden.

Wichtig: Gemäß § 39 Bundesnaturschutzgesetz ist das Fällen von Bäumen im Sinne des Bestandsschutzes von wild lebenden Tieren und Pflanzen in dem Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich verboten.

Baum fällen auf dem eigenen Grund­stück: Geneh­mi­gung einholen

Wenn Sie einen Baum fällen möchten, weil dieser Sie im Garten stört, sollten Sie sich bei der zuständigen Naturschutzbehörde melden und eine Genehmigung einholen. Möchten Sie einen Baum fällen, weil dieser in Folge höherer Gewalt – etwa wegen eines Sturms oder Blitzeinschlags – nun eine Gefahr darstellt, melden Sie sich beim Ordnungsamt oder einem Katastrophendienst.

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Grundsätzlich gilt: Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie eine Genehmigung zum Fällen eines bestimmten Baumes in Ihrem Garten benötigen oder nicht, fragen Sie besser einmal zu viel nach als einmal zu wenig – widerrechtliches Fällen kann hohe Ordnungsgelder zur Folge haben. Wenn eine friedliche Einigung aussichtslos erscheint, kann ein Rechtsschutz hilfreich sein.

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