Heiz­pe­ri­ode: Mietrecht regelt das Recht auf Wärme. Eine Frau­en­hand dreht am Ther­mo­stat­kopf einer Heizung. Daniel Jedzura, Fotolia

25. Oktober 2016, 9:50 Uhr

Wohnung zu kalt? Heiz­pe­ri­ode: Mietrecht regelt das Recht auf Wärme

Während der Heizperiode besteht laut Mietrecht ein Anspruch auf funktionierende Heizungen und bestimmte Temperaturen in der Wohnung. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten Mieter haben, wenn es in der Wohnung zu kalt ist.

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Heiz­pe­ri­ode: Mietrecht macht klare Vorgaben

Auch wenn Mieter unterschiedliche Vorlieben haben, wie warm es in ihrer Wohnung sein soll, gibt es Regelungen, die Vermieter einhalten müssen. Während der Heizperiode, die üblicherweise vom 1. Oktober bis zum 30. April dauert – es sei denn, der Mietvertrag gibt eine abweichende Zeitspanne an –, muss die Heizung einsatzfähig sein.  Mieter haben während dieser Zeit einen Anspruch darauf, ihre Wohnung auf eine Temperatur von 20 bis 22 Grad bringen zu können. Nachts darf die Heizanlage gedrosselt werden, solange immer noch mindestens 18 Grad erreicht werden. Doch auch außerhalb der Heizperiode sieht das Mietrecht vor, dass eine gewisse Mindesttemperatur möglich sein muss, wenn es kalt ist: Sobald es draußen tagsüber kälter als 16 Grad ist oder die Temperatur in der Wohnung an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei weniger als 18 Grad liegt, muss die Heizanlage auch außerhalb der Heizperiode laufen.

Advocard-WohnungsrechtsschutzWann Miet­min­de­rung und Scha­den­er­satz möglich sind

Wenn Ihr Vermieter sich nicht darum kümmert, dass Sie in der Heizperiode für ausreichende Temperaturen sorgen können, sollten Sie ihn zunächst freundlich darauf hinweisen, um Streit zu vermeiden. Kommt er seinen Pflichten aber dauerhaft nicht nach, befindet sich die Wohnung nicht in einem vertragsgemäßen Zustand und Sie können die Miete mindern. Unter Umständen können Sie für Ihre Unannehmlichkeiten sogar Schadenersatz fordern, wenn Sie den Vermieter vorher abmahnen und er auch darauf nicht reagiert. Lassen Sie sich von einem Experten für Mietrecht beraten. Dieser kann Ihnen helfen, die richtige Höhe der Mietminderung und die Aussichten einer Schadenersatzforderung zu bestimmen.

Mieter, die nicht heizen, um bei den Nebenkosten zu sparen, sollten vorsichtig sein. Sie müssen nämlich dafür sorgen, dass die Wohnung durch ihr Verhalten keinen Schaden nimmt, zum Beispiel dürfen keine Rohre einfrieren. Andernfalls kann der Vermieter seinerseits Schadenersatz fordern.

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