Bedarfs- und Ver­brauchs­aus­weis eisenhans, Fotolia

13. November 2014, 13:59 Uhr

Bedarfs- und Ver­brauchs­aus­weis Ener­gie­aus­weis: Pflicht für Vermieter und Haus­ver­käu­fer

Seit dem 1. Mai 2014 ist jeder Immobilieneigentümer dazu verpflichtet, einen Energieausweis vorzulegen, wenn er ein Haus oder eine Wohnung vermieten, verkaufen oder verpachten will – beispielsweise im Rahmen einer Haus- oder Wohnungsbesichtigung. Dies sieht die aktuelle Energiesparverordnung vor. So sollen die Nebenkosten für Kauf- und Mietinteressenten transparenter gemacht werden. Derzeit gibt es zwei verschiedene  gültige Versionen des Energieausweises: den Verbraucher- und den Bedarfsausweis.

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Zwei Versionen, eine Gemein­sam­keit: Farbskala beim Ener­gie­aus­weis

Beide Varianten haben eine Farbskala von Grün nach Rot mit den Effizienzklassen A+ bis H gemeinsam. Diese ist vergleichbar mit den Energieeffizient-Labels, die mittlerweile bei Elektrogeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen selbstverständlich sind. Die Skala hilft potentiellen Hauskäufern oder Mietern dabei, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung abzuschätzen. Nach Abschluss eines Kauf- bzw. Mietvertrags ist der Energieausweis an die neuen Mieter bzw. Eigentümer zu übergeben. Bei der Privatnutzung einer Immobilie ist der Energieausweis keine Pflicht.

Ver­brauchs­aus­weis: Zu ungenau?

Dem sogenannten Verbrauchsausweis liegt in der Regel der Energieverbrauch der ehemaligen Bewohner aus den vergangenen drei Jahren zugrunde. Damit läuft diese Energieausweis-Version Gefahr, ungenau zu sein, denn das Ergebnis der Berechnung des wahrscheinlichen Energieverbrauchs hängt stark vom individuellen Heizverhalten der Vormieter bzw. Vorbesitzer ab.

Bedarfs­aus­weis: Gutachten kann teuer werden

Die Deutsche Energie-Agentur – kurz dena – empfiehlt den Bedarfsausweis. Dieser wird nach einem gründlichen Gutachten durch einen Energieberater ausgestellt. Dabei wird die energetische Beschaffenheit des entsprechenden Gebäudes unter die Lupe genommen. Es werden unter anderem Dämmungen und Fenster überprüft und so unabhängig vom Nutzerverhalten der wahrscheinliche Energiebedarf errechnet. Auf diese Weise können auch mögliche Sanierungsmaßnahmen im Sinne der bestmöglichen Energieeffizienz erkannt werden, mit denen der Wert des Gebäudes gegebenenfalls gesteigert werden kann.

Ener­gie­aus­weis: Qualität lohnt sich

Wer also beispielsweise ein Haus verkaufen möchte, kommt um einen Energieausweis nicht herum. Die Erstellung eines Bedarfsausweises kann jedoch teuer werden. Zwar gibt es auch günstige Alternativen, die unter anderem in Form einer Beratung per Telefon angeboten werden, diese können aber auch sehr viel ungenauer sein, als ein qualitativ hochwertiger und individueller Energieausweis, der von einem speziellen Gutachter ausgestellt wurde.

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