Mak­ler­pro­vi­si­on bei Kauf: Wer zahlt den Makler? Ein Mann im Anzug zeigt einem Pärchen etwas auf einem Tablet. Wave­bre­ak­me­dia­Mi­cro, Fotolia

9. August 2016, 9:22 Uhr

Courtage Mak­ler­pro­vi­si­on bei Kauf: Wer zahlt den Makler?

Die Maklerprovision macht beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie häufig eine beträchtliche Summe aus und wird in der Regel als Prozentsatz des Kaufpreises vereinbart. Viele Käufer und Verkäufer fragen sich aber: Wer zahlt den Makler? Informieren Sie sich über die geltenden Regelungen, die regional unterschiedlich gestaltet sind.

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Käufer oder Verkäufer: Wer zahlt den Makler?

Seit Juni 2015 gilt bei Vermietungen das Bestellerprinzip. Das bedeutet: Wer den Makler beauftragt hat, zahlt auch die Courtage. Die Maklerprovision beim Kauf ist von dieser Regelung aber nicht  betroffen. Hier gilt also nicht, dass der Auftraggeber für das Honorar alleine aufkommen muss. Stattdessen wird die Provision oft zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Ihre genaue Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt und liegt in der Praxis meist zwischen vier und sieben Prozent.

Wie auch die Aufteilung ist die genaue Höhe der Maklerprovision Verhandlungssache. Als Orientierung können aber Tabellen mit regional marktüblichen Provisionen und Aufteilungen dienen. Zum Beispiel beträgt die Maklerprovision beim Kauf in Bayern und Baden-Württemberg meist rund sieben Prozent. Hier und in einigen anderen Bundesländern wird sie üblicherweise von Käufer und Verkäufer zu gleichen Teilen gezahlt. In Hamburg, Bremen und Hessen liegt sie bei durchschnittlich rund sechs Prozent und ist – wie zum Beispiel auch in Berlin und Brandenburg – in der Regel vom Käufer allein zu zahlen.

RechtsschutzWann die Mak­ler­pro­vi­si­on beim Kauf zu zahlen ist

Es gelten aber einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit die Provision überhaupt gezahlt werden muss. Laut § 652 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) muss dafür ein wirksamer Maklervertrag abgeschlossen worden sein. Außerdem muss der Makler durch seine Vermittlungstätigkeit einen gültigen Kaufvertrag erreicht haben. Wenn Käufer und Verkäufer sich zum Beispiel bereits vorher einig wurden und die Dienste des Maklers nicht in Anspruch genommen haben, ist in der Regel auch keine Provision zu zahlen. Auch wenn der Maklervertrag – beispielsweise durch eine fehlende Widerrufsbelehrung – unwirksam ist, kann die Zahlung der Provision entfallen.

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