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14. Mai 2020, 16:28 Uhr

So geht’s richtig Corona-Test: Wer hat Anspruch, wer muss selbst zahlen?

Wer ist vom Coronavirus infiziert und wer nicht? Das klärt ein Corona-Test auf Kassenkosten, den es nach ärztlicher Empfehlung gibt. Wer will, kann sich aber auch einen Selbsttest besorgen. Muss er den selbst bezahlen?

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Infiziert oder nicht – ein Corona-Test schafft Klarheit

Ist das nur Husten oder Covid-19? Kann ich das einfach selbst mit einem Corona-Test prüfen oder muss ich dafür zum Arzt? Und wer trägt die Kosten des Infektions-Checks? Diese Fragen beschäftigen momentan viele Menschen. Dafür sorgt auch, dass die Krankheit nicht immer mit klaren Symptomen einhergeht. Manche merken gar nicht, dass sie infiziert sind und unbewusst andere anstecken können. Ein Corona-Test schafft darüber Klarheit. Doch den bekommt man nicht einfach auf Wunsch oder weil man sich irgendwie krank fühlt. Mehr Informationen zum Thema Rechtsschutz

Corona-Test bei begrün­de­tem Verdacht

Ob du einen Anspruch auf eine solche Untersuchung hast, hängt von Regeln ab, die das Robert-Koch-Institut (RKI) vorschreibt. Liegen also folgende Verdachtsmomente bei dir vor, sollte dich dein Arzt auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen:

  • Du zeigst grip­pe­ähn­li­che Symptome wie Husten, Schnupfen, Hals­schmer­zen, Fieber und hattest in den ver­gan­ge­nen 14 Tagen Kontakt zu einer nach­weis­lich infi­zier­ten Person.
  • Du zeigst grip­pe­ähn­li­che Symptome und gehörst zu einer Risi­ko­grup­pe (älter als 60 und/oder mit Vor­er­kran­kun­gen) oder arbeitest im Gesund­heits­be­reich, wo du Infi­zier­te pflegst oder behan­delst.
  • Dein Arzt stellt bei dir eine virale Lun­gen­ent­zün­dung fest, für die er keine andere Ursache (als eine Corona-Infektion) fest­stel­len kann.

Diese Vorschriften gelten seit Beginn der Corona-Ausbreitung in Deutschland. Mittlerweile empfiehlt das RKI darüber hinaus eine generelle Testung bei allen Atemwegserkrankungen.

Bei ärzt­li­cher Emp­feh­lung zahlt die Kran­ken­kas­se

Sind die genannten Voraussetzungen für einen Corona-Test gegeben, dann übernehmen in der Regel die Krankenversicherungen die Kosten dafür. Das bedeutet: Dreh- und Angelpunkt in dieser Frage ist meist der Hausarzt. Er ist die erste Adresse, an die sich Menschen mit einem begründeten Verdacht auf eine Corona-Infektion wenden sollten. Allerdings nicht persönlich in der Praxis, sondern telefonisch. Hält der Arzt daraufhin einen Besuch in seiner Sprechstunde für sinnvoll, wird er dazu einen Termin mit den Betroffenen vereinbaren.

Eine Alternative zum Hausarzt ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst. Unter der Nummer 116 117 gibt er eine Ersteinschätzung zu einer mutmaßlichen Corona-Infektion ab und berät mit den Anrufern das weitere Vorgehen.

Corona-Selbst­test nur auf eigene Kosten

Wer keine ärztliche Empfehlung dafür bekommt, kann sich auf eigene Faust einen Corona-Test besorgen. Davon ist allerdings aus mehreren Gründen abzuraten.

  • Selbst­tests müssen aus eigener Tasche bezahlt werden.
  • Soge­nann­te PCR-Tests sind zwar genau, erfordern aber jeweils einen Abstrich aus den oberen und den unteren Atemwegen. Dabei können uner­fah­re­nen Anwendern Fehler unter­lau­fen.
  • Der Wei­ter­trans­port der Proben kann unsach­ge­mäß verlaufen.
  • Serio­si­tät und Qualität des ver­wen­de­ten Test­ver­fah­rens sind nicht zwei­fels­frei zu beur­tei­len.
  • Die Ergeb­nis­se können unzu­ver­läs­sig sein.
  • Die Bear­bei­tung von (unbe­grün­de­ten) Corona-Selbst­tests bindet in den Laboren Kapa­zi­tä­ten, die an anderer Stelle fehlen können.
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