Betrieb­li­che Rege­lun­gen? flairimages, Fotolia

30. März 2015, 10:58 Uhr

Betrieb­li­che Rege­lun­gen? Was ist während der Dienst­rei­se Arbeits­zeit und was Freizeit?

Die Frage, was während einer Dienstreise Arbeitszeit und was Freizeit ist, beschäftigt jeden Arbeitnehmer, der außerhalb der vier Bürowände beruflich unterwegs ist. Eine pauschale Antwort ist schwierig, da die Unternehmen das Meiste selbst regeln. Das Arbeitszeitgesetz bestimmt lediglich den gesetzlichen Rahmen, der nicht überschritten werden darf – die eigentlichen Regelungen in Sachen Arbeitszeit, Überstunden, Spesen und Co. sind oft in persönlichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer festgelegt.

So kommen Sie zu Ihrem Recht. >>

Dienst­rei­se: Arbeits­zeit schon bei der Anreise?

Ob die Anreise zum Zielort während einer Dienstreise bereits als Arbeitszeit gilt oder nicht, ist ein wichtiger Punkt. Grundsätzlich gilt: Reisezeit ist Arbeitszeit, vorausgesetzt es wird gearbeitet. Wird beispielsweise der Termin am Nachmittag während der Zugfahrt am Morgen von Ihnen vorbereitet, können Sie diese Zeit der Anreise als Arbeitszeit abbuchen. Dies gilt auch für alle beruflichen Gespräche mit Kollegen während der Dienstreise, etwa bei der Fahrt im Firmenwagen. Wer hingegen am Zielort abends noch in der Hotellobby einen Drink genießt oder mit der Familie daheim telefoniert, arbeitet nicht – alles fernab des Beruflichen ist Freizeit. Tipp: Führen Sie immer ein detailliertes Protokoll über Ihre Arbeitszeiten während einer Dienstreise, um hinterher einen Nachweis in der Hand zu haben.

Klären Sie die Details vor der Dienst­rei­se

Neben dem, was bei der Dienstreise Arbeitszeit und was Freizeit ist, sollten Sie vor Reiseantritt auch alle anderen Punkte wie Überstunden, Spesen, Ausgleich der Mehrarbeit oder auch Reise- und Hotelstandards klären, um auf der sicheren Seite zu stehen. Die meisten Unternehmen haben Reiseordnungen, denen diese und andere Punkte entnommen werden können. Bei Unklarheiten sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten suchen, damit es hinterher nicht zu arbeitsrechtlichen Konflikten kommt. Bei Problemen kann Ihnen ein Berufs-Rechtsschutz helfen.

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