Weih­nachts­baum trans­por­tie­ren: Vor­schrif­ten und Tipps Gorilla, Fotolia

21. Dezember 2020, 10:00 Uhr

So geht’s richtig Weih­nachts­baum trans­por­tie­ren: Vor­schrif­ten und Tipps

Ein festlich geschmückter Christbaum gehört für viele zum Weihnachtsfest einfach dazu. Aber wie bekommst du die Tanne nach Hause? Selbst in einem vergleichsweise großen Auto lässt sich ein Weihnachtsbaum oft nicht ohne Weiteres unterbringen, mit einem Kleinwagen wird es noch schwieriger. Worauf du beim Baumtransport mit dem Pkw achten musst und welche Möglichkeiten es gibt, liest du hier.

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Wichtig: Schon vor dem Baumkauf über den Transport nach­den­ken

Wer sich schon vor der Fahrt zum Weihnachtsbaumverkauf ein paar Gedanken zum Transport macht und entsprechende Vorkehrungen trifft, kann sich eine Menge Stress und womöglich auch ein Bußgeld ersparen. Das solltest du bedenken:

  • Wie groß darf der Baum maximal sein, damit er noch ins Auto passt? Miss im Zwei­fels­fall einfach mal nach, wie viel Platz du bei umge­klapp­ter Rück­sitz­bank hast.
  • Soll der Weih­nachts­baum auf dem Autodach, im Kof­fer­raum oder im Wagen­in­ne­ren trans­por­tiert werden?
  • Welches Zubehör wird für die gewählte Trans­port­me­tho­de benötigt? Etwa ein Dach­ge­päck­trä­ger, Spann­gur­te oder eine Decke zum Unter­le­gen?

Tipps für den Baum­trans­port im Kof­fer­raum

Der Kofferraum allein reicht meist nicht aus. Klappe die Sitze um und schiebe den Baum mit dem unteren Ende nach vorne ins Fahrzeug. Am sichersten ist es, wenn die Schnittfläche des Stamms an die Rückenlehne eines Sitzes anstößt. So lässt er sich am besten fixieren. Denn auch beim Transport im Kofferraum bzw. im Wageninneren bist du zur Ladungssicherung verpflichtet. Binde den Baum zusätzlich mit Seilen oder Spanngurten fest, damit er auch im Falle einer Vollbremsung da bleibt, wo er ist.

Die Kofferraumklappe darf offen bleiben, wenn es nicht passt. Dabei musst du aber ein paar zusätzliche Regeln beachten.

  • Der Tan­nen­baum darf Num­mern­schild und rück­wär­ti­ge Schein­wer­fer nicht verdecken.
  • Ragt die Spitze des Baums mehr als einen Meter über das Fahr­zeug­heck hinaus, muss diese nach § 22 Abs. 4 Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) gesondert gekenn­zeich­net werden. Vor­ge­schrie­ben ist ein rotes Schild oder Fähnchen, bei­spiels­wei­se ein Tuch, von min­des­tens 30 mal 30 Zen­ti­me­ter Größe. Im Dunkeln muss der aus dem Kof­fer­raum über­ste­hen­de Baum zudem mit einer roten Leuchte markiert werden.
  • Wenn du weniger als 100 Kilometer mit dem Baum im Auto unterwegs bist, darf er bis zu drei Meter über­ste­hen. Bei längeren Strecken sind höchstens 1,5 Meter Überhang
  • Hältst du dich nicht an diese Vor­schrif­ten, kann ein Bußgeld drohen.

Weih­nachts­baum auf dem Autodach trans­por­tie­ren

Passt die Tanne partout nicht in den Wagen, bleibt nur der Transport auf dem Autodach. Spontan lässt sich diese Lösung kaum umsetzen, weil du geeignetes Befestigungsmaterial benötigst. Schließlich soll der Baum nicht als Verkehrshindernis auf der Fahrbahn landen. Am sichersten lässt sich der Weihnachtsbaum mit einem Dachgepäckträger transportieren. Wenn du ihn direkt aufs Autodach legst, empfiehlt sich eine Decke als Unterlage, um den Lack zu schonen. In jedem Fall gilt:

  • Baum mit der Spitze nach hinten auf dem Dach fixieren.
  • Ein Netz über den Baum ziehen, falls der Verkäufer ihn nicht ohnehin so verpackt hat. Damit wird die Ladung kompakter und sorgt für weniger Sicht­be­hin­de­run­gen bei anderen Ver­kehrs­teil­neh­mern. Außerdem können so keine Zweige und Äste abreißen.
  • Den Baum gut mit Spann­gur­ten fixieren. Gum­mi­ex­pan­der reichen nicht aus, warnt der ADAC.
  • Ragt der Baum mehr als einen Meter über das Fahr­zeu­gen­de hinaus, muss er mit roter Fahne und gege­be­nen­falls roter Lampe gekenn­zeich­net werden.
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