Begut­ach­tung der Fahr­eig­nung Marco 2811, Fotolia

16. März 2015, 15:18 Uhr

Begut­ach­tung der Fahr­eig­nung MPU-Test: Dies sollten Sie zum "Idio­ten­test" wissen

Der Führerschein ist weg und dann das: Bei der Führerscheinstelle wird ein MPU-Test empfohlen, um die Fahrerlaubnis wiederzubekommen. Die im Volksmund auch als "Idiotentest" bekannte Begutachtung der Fahreignung stellt Betroffene vor viele Fragen – der Streitlotse erklärt, was es mit der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung auf sich hat.

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Diese Gründe können zum MPU-Test führen

Neben generellen Eignungszweifeln, können Zweifel aus gesundheitlichen Gründen, bei Alkoholproblematik oder im Hinblick auf dem Missbrauch von Betäubungsmitteln und Arzneimitteln zu einem MPU-Test führen. Auch mehr als acht Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister, Straftaten im Straßenverkehr oder wiederholter Führerscheinverlust können einen "Idiotentest" nach sich ziehen.

So kommen Sie gut durch den "Idio­ten­test"

Um den MPU-Test erfolgreich zu bestehen, sollten sich Betroffene möglichst früh und gründlich vorbereiten. Dabei geht es weniger darum, Antworten auswendig zu lernen, als sich realistisch mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen: Während des Prüfungsgesprächs sollte der Verkehrspsychologe davon überzeugt werden, dass den Kandidaten ihre Probleme bewusst sind und sie ihr Fehlverhalten einsehen. Hat beispielsweise ein Alkoholproblem zum MPU-Test geführt, sollte deutlich werden, dass der Betroffene seine Lebensweise geändert hat. Einige Institutionen bieten spezielle Vorbereitungskurse an. Tipp: Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung kann anstrengend werden, deshalb sollten Prüflinge ausgeruht und möglichst entspannt zum Test erscheinen.

Ablauf und Ergebnis der Medi­zi­nisch-Psy­cho­lo­gi­schen Unter­su­chung

Der MPU-Test dauert in der Regel drei bis vier Stunden und besteht aus drei Teilen: den medizinischen Teil, den psychophysiologischen Leistungstest und das psychologische Untersuchungsgespräch. Bei letzterem Teil sollte die Möglichkeit einer Aufzeichnung erfragt werden – bestehen später Unstimmigkeiten über den Prüfungsverlauf, können diese so geklärt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden ausgewertet und in einem Gutachten zusammengefasst, mit dem sich der Betroffene wieder an die Führerscheinstelle wenden kann. Übrigens: Alle Begutachtungskosten sind vom Prüfling selbst zu tragen.

Tipp: Wer zu Unrecht zum "Idiotentest" geladen wurde oder unsicher über das weitere Vorgehen im Falle eines Führerscheinentzugs ist, sollte sich an seinen Verkehrs-Rechtsschutz wenden. Hier finden Betroffene Antworten auf rechtliche Fragen, die mit der Eignungsuntersuchung zusammenhängen.

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