Lohnt nicht immer Peter Maszien, Fotolia

8. Juli 2015, 11:10 Uhr

Lohnt nicht immer Einspruch gegen Buß­geld­be­scheid einlegen: So gehen Sie vor

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten haben, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Akzeptieren und zahlen oder Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie den Bußgeldbescheid zu Unrecht bekommen haben, ist letztere Vorgehensweise womöglich eine gute Option. Doch wie legen Sie Einspruch ein? Ein Verkehrs-Rechtsschutz kann Ihnen in solchen Fällen helfen.

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Einspruch gegen Buß­geld­be­scheid: Zwei-Wochen-Frist beachten

Nachdem ein Bußgeldbescheid in Ihren Briefkasten geflattert ist, haben Sie fristgemäß zwei Wochen Zeit, gegen diesen vorzugehen. Sie haben die Möglichkeit, den Einspruch in die Hände eines Anwalts zu geben oder eigenständig Einspruch zu erheben. Möchten Sie selber gegen den Bußgeldbescheid vorgehen, müssen Sie innerhalb der Frist ein Schreiben an die zentrale Bußgeldstelle schicken, aus dem hervorgeht, dass Sie die Aufhebung des Bescheides wünschen. Tipp: Die Bußgeldstellen bieten hierfür in der Regel Mustervorlagen an, die Sie ausfüllen können. Grundsätzlich sollte das Einspruchsschreiben Ihre personenbezogenen Daten, den Grund des Schreibens (Einspruch), Datum und Aktenzeichen enthalten. Auf der sicheren Seite stehen Sie, wenn Sie zusätzliche Gründe vorbringen, die Ihren Einspruch untermauern.

Wie sinnvoll ist ein gericht­li­ches Vorgehen?

Fest steht: Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft und müssen daher nicht einfach hingenommen werden. Allerdings sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass ein Gerichtsverfahren unter Umständen sehr teuer für Sie werden kann. Insbesondere dann, wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben und den Rechtsstreit verlieren. Anwaltskosten, Gutachterkosten und weitere verfahrensbegleitende Kosten kommen in der Regel auf den Einspruchsführer zu. Im ungünstigsten Fall übersteigen die Kosten für einen Anwalt womöglich sogar die Summe, die Sie ohne Verfahren für das Bußgeld bezahlt hätten.

Wägen Sie daher ab, ob Sie wegen eines vergleichsweise geringen Bußgeldes wirklich vor Gericht ziehen wollen oder nicht. Liegen hingegen schwerwiegendere Verstöße vor, aufgrund derer Sie beispielsweise (unrechtmäßig) Punkte in Flensburg oder Führerscheinentzug aufgebrummt bekommen, ist ein Einspruch wahrscheinlich sinnvoll.

Zu schnell gefahren? Mehr Informationen zum Thema im Ratgeber: "Blitzer: Sie können Bußgeld für zu schnelles Fahren abwehren."

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