Zu Unrecht geblitzt: Was Auto­fah­rer tun können. Das rote Licht einer Radar­kon­trol­le, dahinter ein Auto auf einer Orts­stra­ße. ghazii, Fotolia

7. Februar 2017, 14:28 Uhr

Einspruch möglich? Zu Unrecht geblitzt: Was Auto­fah­rer tun können

Es kann immer wieder vorkommen, dass Autofahrer zu Unrecht geblitzt werden, weil zum Beispiel das Schild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung fehlt. Doch was können Betroffene tun, um das Blitzer-Bußgeld in einem solchen Fall zu umgehen?

Sie wollen Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid einlegen? Wir unterstützen Sie. >>

Zu Unrecht geblitzt: Wann ist das der Fall?

Ein unrechtmäßiger Bußgeldbescheid kann verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel kommt es immer wieder vor, dass die Geschwindigkeitsmessung technisch nicht korrekt abgelaufen ist und das Bußgeld daher fälschlicherweise verlangt wird – oder auf dem Bescheid ein falscher Standort der Messung angegeben wird. Es kann sich lohnen, dies zu überprüfen.

Auf der Autobahn 3 bei Köln wurden im Jahr 2016 aus einem anderen Grund viele unrechtmäßige Blitzer-Bußgelder verhängt: Dort wurden zahlreiche Autofahrer hinter einer Baustelle geblitzt, weil dort das Schild fehlte, das weiterhin eine Geschwindigkeit von 60 km/h vorschrieb. Normalerweise ist die Geschwindigkeitsbegrenzung mit dem Ende einer Baustelle automatisch aufgehoben. Zehntausende Autofahrer konnten also nicht wissen, dass die Blitzeranlage noch auf 60 km/h eingestellt war, und gingen in die Radarfalle. Die Stadt Köln stellte die laufenden Bußgeldverfahren ein und erhielt außerdem zahlreiche Einsprüche gegen die verschickten Bescheide. Die Chancen stehen in einem solchen Fall sehr gut, weil nachgewiesen ist, dass der Bußgeldbescheid nicht rechtmäßig war.

Advocard-VerkehrsrechtsschutzBlitzer-Bußgeld: So wehren Sie sich

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid nicht hinnehmen möchten, weil Sie glauben, dass Sie zu Unrecht geblitzt wurden, können Sie dagegen Einspruch erheben. Im äußersten Fall kann es auch zu einem Gerichtsverfahren kommen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Einspruch gegen das Blitzer-Bußgeld Erfolg haben könnte, sollten Sie sich von einem Experten beraten lassen. Die Beweislast liegt bei Ihnen und Sie müssen zum Beispiel durch das Gutachten eines Sachverständigen nachweisen, dass die Messung nicht korrekt war oder dass das Blitzer-Foto nicht Sie zeigt. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Ihre Erfolgschancen einschätzen und Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen.

Merken

Artikel teilen

Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

So einfach ist Rechts­schutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.