Drohne wird vom Mann im Hin­ter­grund gesteuert dvoinik, Fotolia

11. April 2017, 13:14 Uhr

Seit 7. April Drohnen-Ver­ord­nung: Neue Regeln für Drohnen-Piloten

Wo darf meine Drohne fliegen? Und wie hoch? Diese und weitere Fragen klärt die neue Drohnen-Verordnung. Das Gesetz vereinfacht die bislang unübersichtlichen Regelungen und stellt verbindliche gesetzliche Vorgaben auf, die jeder Drohnenbesitzer kennen sollte. Unter anderem kommt mit dem sogenannten Kenntnisnachweis nun doch eine Art Drohen-Führerschein.

Egal ob auf der Straße oder in der Luft: Mit uns sind Sie immer auf der sicheren Seite! >>

Kennt­nis­nach­weis erst ab 1. Oktober 2017

Rund eine halbe Million Drohnen sind offiziellen Schätzungen zufolge in Deutschland unterwegs. Dieses erhöhte Verkehrsaufkommen im Luftraum soll nun durch die "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" in geordnete Bahnen gelenkt werden. Gültig ist sie seit dem 7. April. Piloten kleiner Drohnen mit einem Gewicht von weniger als 250 Gramm und ohne Kamera betreffen die Regelungen der Drohnen-Verordnung nicht. Doch Besitzer von über zwei Kilogramm schweren Fluggeräten benötigen künftig einen Kenntnisnachweis, um ihre Drohne fliegen zu dürfen. Hierfür gilt allerdings noch eine Schonfrist bis zum 1. Oktober 2017, da die entsprechenden Stellen, bei denen dieser "Drohnen-Führerschein"  erworben werden kann, erst noch eingerichtet werden müssen.

RechtsschutzDie wich­tigs­ten Rege­lun­gen der Drohnen-Ver­ord­nung für Hobby-Piloten

Diese Frist gilt auch für die Kennzeichnungspflicht der kleinen, ferngesteuerten Fluggeräte. Ab einem Gewicht von 250 Gramm müssen sie künftig eine Plakette tragen, mit der ihr Halter im Schadensfall schnell ermittelt werden  kann. Neben der Kennzeichnungspflicht und dem Kenntnisnachweis für den Betrieb von Drohen ab zwei Kilogramm sind die folgenden Regelungen der neuen Drohnen-Verordnung wichtig:

  • Erlaub­nis­pflicht: Für Drohnen mit mehr als fünf Kilogramm Gesamt­mas­se muss vor dem Start eine Flug­ge­neh­mi­gung der Luft­fahrt­be­hör­de eingeholt werden. Nacht­flü­ge sind generell erlaub­nis­pflich­tig, auch bei leich­te­ren Flug­ge­rä­ten.
  • Grund­sätz­li­che Erlaub­nis­frei­heit bei einer Gesamt­mas­se bis fünf Kilogramm.
  • Über­flug­ver­bot für Wohn­grund­stü­cke, es sei denn, alle Betrof­fe­nen stimmen dem Überflug zu.
  • All­ge­mei­ne Flug­hö­hen­be­gren­zung auf maximal 100 Meter. Aus­ge­nom­men davon sind spezielle Modell­flug­ge­län­de mit ent­spre­chen­der Geneh­mi­gung.
  • Betriebs­ver­bot für sensible Bereiche, zum Beispiel Ein­satz­or­te von Polizei und Ret­tungs­kräf­ten, Men­schen­an­samm­lun­gen, Kran­ken­häu­ser, Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten oder Indus­trie­an­la­gen.

Bereits vor Einführung der Drohnen-Verordnung bestand eine Versicherungspflicht für Drohen, die weiterhin gilt. Die normale Haftpflichtversicherung ist in den meisten Fällen nicht ausreichend.

Artikel teilen

Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

So einfach ist Rechts­schutz

Ein Rechtsstreit, ganz gleich in welchem Bereich, kommt oft unverhofft. Darum hat ADVOCARD mit dem 360°-Rechtsschutz einen besonders leistungsstarken Rundumschutz geschaffen.

Mehr erfahren

Mediation

Vertragen statt klagen: mit Mediation rechtliche Konflikte ohne Gerichts­ver­fahren lösen.

Strei­tatlas

Streit in Berlin? Zoff in München? Der interaktive Atlas zeigt, wo die deutschen Streithähne leben.

ADVOCARD-Service

Kompetente Beratung und professionelle Unterstützung rund um die Uhr.