Grau­zo­nen­flug Tyler Olson, Fotolia

17. März 2015, 9:52 Uhr

Grau­zo­nen­flug Drohne mit Kamera: Rechts­la­ge zur Flug­ge­neh­mi­gung und Kame­ra­nut­zung

Eine Drohne mit Kamera ist heute einfach zu erwerben. Die ferngesteuerten Flugobjekte stehen schon seit Längerem in den Regalen von Elektrofachhändlern. Doch viele sind sich über die Rechtslage zum Fliegen von Drohnen im Unklaren. Ist eine Fluggenehmigung vonnöten? Und wie sieht es mit Fotos und Videoaufnahmen rechtlich aus? Der Streitlotse-Ratgeber klärt auf.

Advocard-Privatrechtsschutz

Unter fünf Kilogramm keine Geneh­mi­gung notwendig

Zunächst: Eine Art Führerschein für Drohnen gibt es nicht. Das bedeutet, dass grundsätzlich jeder eine Drohne steuern darf, der diese für seine "Sport und Freizeitgestaltung" nutzt, schreibt der "Stern" in einem Online-Bericht. Wenn Sie jedoch mit der Kamera einer Drohne Fotos oder Videos machen und diese verkaufen, fällt dies unter die gewerbliche Nutzung und ist somit genehmigungspflichtig. Außerdem gilt: Für Drohnen, die schwerer als fünf Kilogramm sind, müssen Sie eine Genehmigung bei der Luftfahrtbehörde einholen. Flugobjekte über 25 Kilogramm sind verboten. In Sachen Flugortverbot und Kameranutzung fliegen Drohnen heute noch in einer Art rechtlichen Grauzone – die Rechtslage ist noch nicht eindeutig geklärt, da die Bürokratie hinter der Technik hinterherhinkt.

Fest steht bisher: Sie dürfen mit Drohnen nicht höher als 100 Meter fliegen und haften bei Unfällen mit den ferngesteuerten Flugobjekten. Drohnen betrunken zu steuern, ist ebenfalls verboten.

Drohne mit Kamera: Rechts­la­ge

Privataufnahmen mit einer Drohne mit Kamera sind unter Achtung der Persönlichkeitsrechte erlaubt. Fotos, die hinter der Sichtschutzhecke des Nachbarn aufgenommen werden, sind hingegen verboten. Orientieren Sie sich am besten an der Faustregel: Was Sie von der Straße aus nicht ins Visier nehmen können, sollten Sie auch nicht mit einer Drohne ansteuern. Grundsätzlich müssen Sie das Recht am eigenen Bild beziehungsweise das Recht auf Achtung der Privatsphäre berücksichtigen.

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In Bezug auf erlaubte und verbotene Flugorte bestehen noch einige gesetzliche Lücken. Viele Städte haben mittlerweile Sonderregeln zur Nutzung von Drohnen erlassen. So dürfen Sie in Berlin beispielsweise nicht ohne Sondergenehmigung innerhalb des S-Bahnringes fliegen. Informieren Sie sich für genauere Informationen am besten bei Ihrer Stadt, einem Rechtsexperten oder dem Verkehrsministerium.


Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

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