Wasser im Keller: Was Mieter und Vermieter tun sollten. Sandsäcke sind vor der Tür eines roten Back­stein­hau­ses gestapelt; davor staut sich Hoch­was­ser. high­way­st­arz, Fotolia

11. Juli 2016, 14:46 Uhr

Som­mer­ge­wit­ter mit Stark­re­gen Wasser im Keller: Was Mieter und Vermieter tun sollten

Nach einem Sommergewitter bemerken Sie Wasser im Keller – das ist nicht nur ärgerlich, sondern erfordert auch eine schnelle Reaktion. Lesen Sie, was Sie und Ihr Vermieter beachten müssen und wer für die durch den Starkregen entstandenen Schäden aufkommt.

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Wasser im Keller nach Som­mer­ge­wit­ter: erste Schritte

Wenn nach einem Sommergewitter mit Starkregen Wasser in den Keller eingedrungen ist, muss schnell gehandelt werden. Oft sind die Mieter die ersten, die eine solche Situation bemerken. Diese sollten dann sofort den Vermieter informieren. Sollte er nicht erreichbar sein, müssen Sie als Mieter selbst die nötigen Maßnahmen ergreifen, um den Schaden möglichst gering zu halten. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie Möbel und andere Gegenstände, die noch zu retten sind, aus den Kellerräumen entfernen und in nicht betroffene Bereiche bringen. Anschließend sollte das Wasser entfernt werden. Wenn viel Wasser im Keller ist, müssen Sie Profis beauftragen, also die Feuerwehr oder eine spezialisierte Firma. Dann ist auch eine Trocknung mit Trocknungsgeräten nötig.

Wasser im Keller: Miet­min­de­rung möglich?

Damit Sie Anspruch auf eine Mietminderung haben, wenn nach Starkregen Wasser im Keller steht, muss ein Mangel am Haus vorliegen. Das Eindringen des Wassers aufgrund höherer Gewalt, wozu ein Sommergewitter oft zu rechnen ist, reicht in der Regel nicht aus. Im Zweifel sollten Sie sich von einem Anwalt beraten lassen und nicht einfach die Miete mindern.

Advocard-WohnungsrechtsschutzWer haftet bei Schäden durch Stark­re­gen?

Der Vermieter muss die Kosten für die Wiederherstellung des Kellers übernehmen, also für das Auspumpen, die Trocknung und weitere Maßnahmen. Wenn er über eine Wohngebäudeversicherung verfügt, die Elementarschäden abdeckt, übernimmt diese die Kosten. Das gilt allerdings in der Regel nicht für das Eigentum des Mieters, das durch den Starkregen beschädigt wurde. Hier ist die Hausratversicherung des Mieters zuständig.

Anders sieht es jedoch aus, wenn Sie als Mieter zum Beispiel trotz einer Warnung vor Regen ein Kellerfenster offen gelassen haben, durch das das Wasser erst in den Keller eindringen konnte. Dann können Sie aufgrund fahrlässigen Verhaltens selbst haftbar gemacht werden.

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