Ruhestörung: Dies sollten Sie über Ruhezeiten wissen underdogstudios, Fotolia

Einhaltung von Ruhezeiten Ruhestörung: Dies sollten Sie über Ruhezeiten wissen

Da in einem Mietshaus mehrere Parteien unter einem Dach zusam­men­leben, kann es schnell zu empfun­dener Ruhestörung und damit verbun­denem Nachbar­schafts­streit kommen. Um dies zu vermeiden, beinhaltet jede Hausordnung norma­ler­weise Ruhezeiten, an die sich die einzelnen Mieter halten sollten. Hier erfahren Sie, was Sie bei Lärm im Haus tun können. Sollte es dennoch zum Streit kommen, kann Ihnen eine Rechts­schutz­ver­si­cherung helfen.

Der Nachbar hält nichts von Ruhezeiten? Ärgern Sie sich nicht – hier gibt es recht­lichen Rat >>

Hausordnung oder Mietrecht geben Ruhezeiten vor

Im Normalfall gibt die Hausordnung in einem Mietshaus die Ruhezeiten vor. Sind darin keine Zeiten angegeben, gelten die allge­meinen Ruhezeiten, die der Gesetz­geber festgelegt hat (BGH V ZB 11/98).Demnach gelten Ruhezeiten mittags von 13 bis 15 Uhr sowie von abends bis morgens von 20 bis 7 Uhr. An Sonn- und Feier­tagen gelten die Ruhezeiten ganztägig. Für Sie als Mieter bedeutet dies, dass Sie innerhalb dieser Zeiten Lärm auf Zimmer­laut­stärke reduzieren müssen. Um Ruhestörung und Ärger zu vermeiden, sollten Sie beispiels­weise darauf verzichten zu musizieren, laut Musik zu hören und geräusch­in­tensive Haushalts­geräte wie Wasch­ma­schine oder Staub­sauger zu benutzen.

Wenn sich Ihre Nachbarn einmal nicht an die Ruhezeiten halten und Sie sich dadurch stark gestört fühlen, sollten Sie zunächst das sachliche Gespräch suchen. Drohen Sie nicht direkt mit einem Anwalt oder der Polizei, sondern bitten Sie Ihre Nachbarn im Sinne einer guten Nachbar­schaft freundlich darum, etwas leiser zu sein.

Lauter Nachbar: Ruhestörung oder nicht?

Streit in Bezug auf Ruhestörung rührt oft daher, dass die Wahrnehmung unter­schiedlich ist. Während die eine Partei darauf beruht, dass sie leise genug ist, nimmt die andere bestimmte Geräusche bereits als Ruhestörung wahr. Nicht unter Ruhestörung fallen normale Alltags­ge­räusche, die auch in den Ruhezeiten aufkommen können. Dazu gehören etwa Geräusche durch Kinder und Tiere oder solche, die durch Baden oder Duschen entstehen.

Advocard-Wohnungsrechtsschutz

Vermeiden Sie Haushalts- und Arbeitslärm generell während der Ruhezeiten, aber übertreiben Sie es auch zu anderen Zeiten nicht. Wenn Sie Rücksicht auf Ihre Nachbarn nehmen, dann tun diese es im Idealfall auch umgekehrt. Klappt es aber einmal nicht einwandfrei, ist ein konstruk­tives Gespräch zunächst der beste Weg.

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