Schutz für Vermieter Ingo Bartussek, Fotolia

29. September 2015, 9:44 Uhr

Schutz für Vermieter Miet­no­ma­den: Diese Rechte haben Vermieter bei Miet­be­trug

Mietnomaden, die Monate lang keine Miete zahlen, irgendwann einfach weiterziehen und die Wohnung verwahrlost hinterlassen – das ist der Albtraum für jeden Vermieter und der Grund, warum Mietinteressenten bei der Wohnungsbesichtigung immer mehr Nachweise und Empfehlungen vorzeigen müssen. Lesen Sie, wie Sie sich vor Mietbetrug schützen.

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Miet­no­ma­den schon bei der Woh­nungs­be­sich­ti­gung entlarven

Alle Rechte, die Sie als Vermieter gegen Mietnomaden durchsetzen können, setzen voraus, dass Sie den Mieter vor Abschluss des Mietvertrags ausreichend geprüft haben. Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich seriösen Auftreten blenden, sondern verlangen Sie eine Bestätigung der Mietschuldenfreiheit. Der Vorvermieter gibt darin Auskunft über etwaige Mietrückstände und weitere Probleme mit dem Mieter. Kontaktieren Sie Ihren Vorgänger auch persönlich, denn wer einen vorsätzlichen Mietbetrug begeht, der schreckt vermutlich auch nicht vor der Fälschung einer Unterschrift zurück. Zudem sollten Sie um eine Schufa-Selbstauskunft bitten, die Aufschluss über die Zahlungsmoral des Interessenten gibt. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie zudem eine Haftungserklärung fordern. Ähnlich wie bei einer Bürgschaft verpflichten sich darin Eltern oder andere Vertrauenspersonen des Mieters, für Schäden geradezustehen.

Beschleu­nig­te Räumung bei Miet­be­trug

Doch was, wenn der Mieter bereits in der Wohnung ist und die Miete nicht bezahlt? Seit 2013 haben es Vermieter leichter, eine Räumungs- und Zahlungsklage durchzusetzen. Gerichte müssen diese Fälle bevorzugt behandeln. Da eine Räumungsklage dennoch Zeit beansprucht und Wohnungsbesitzer in der Regel auf weitere Mietzahlungen angewiesen sind, können Sie für diese Zeit vom Mieter eine Sicherheitsleistung für anstehende Geldforderungen verlangen. Weigert er sich, diese zu bezahlen, können Sie einen Antrag auf einstweilige Räumung stellen. Der unter Mietbetrug-Verdacht stehende Mieter muss dann sofort raus.

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