junge Mieterin spricht mit jungem Hand­wer­ker in Latzhosen JackF, Fotolia

20. Juli 2015, 15:44 Uhr

Grund­sätz­lich möglich Ist eine Miet­min­de­rung rück­wir­kend möglich?

Viele Mieter fragen sich, ob eine Mietminderung rückwirkend möglich ist. Auch wenn die Minderung der Miete wegen eines Mangels in der Regel immer ab dem Zeitpunkt der Mängelanzeige wirksam wird, kann diese grundsätzlich auch rückwirkend greifen. Sollten Sie rechtlichen Ärger mit Ihrem Vermieter haben, hilft ein Rechtsschutz.

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Dann ist eine Miet­min­de­rung rück­wir­kend möglich

Ob eine Mietminderung rückwirkend möglich ist oder nicht, entscheidet wie so oft der Einzelfall. Eine rückwirkende Mietminderung kann zum Beispiel dann wirksam werden, wenn Sie als Mieter den Vermieter über den Mangel in Kenntnis gesetzt haben, dieser aber nichts zur Beseitigung der Mängel unternommen hat. Haben Sie dennoch weiter die volle Miete bezahlt, können Sie womöglich eine Mietminderung im Nachhinein bewirken.

Beispiel: Sie stellen nach einem Jahr fest, dass Ihre Wohnung statt 130 Quadratmetern nur 100 Quadratmeter groß ist. Diese Abweichung würde normalerweise eine Mietminderung rechtfertigen. Da sie ein Jahr lang zu viel Miete (ohne Gegenleistung) gezahlt haben, können Sie eine Mietminderung rückwirkend bewirken und damit das zu viel Bezahlte zurückfordern.

Miet­zah­lung unter Vorbehalt bei unklarer Lage

Sollten Sie in eine neue Wohnung einziehen und erst nach einiger Zeit feststellen, dass ein Mangel von Beginn des Mietverhältnisses an feststand, können Sie über eine Mietminderung nachdenken. Oftmals muss zunächst geprüft werden, ob der Mangel wirklich eine Mietminderung rechtfertigt. Bis dies geklärt ist, sollten Sie die Miete unter Vorbehalt einer eventuellen Mietminderung weiterzahlen. Nur wenn Sie unter Vorbehalt zahlen, erhalten Sie Ihr Minderungsrecht. Gesetzliche Basis ist hier § 536b Satz 3 BGB.

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Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

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