Einige Hürden muss man überwinden, wenn ein Deutscher einen nicht Nicht-EU-Bürger heiraten möchte Igor Link, Fotolia

Binationale Ehe Heirat zwischen Nicht-EU-Bürgern und deutschen Staats­an­ge­hö­rigen

Für eine Heirat zwischen Nicht-EU-Bürgern und deutschen Staats­an­ge­hö­rigen bedarf es einiger Behör­den­gänge. Unter anderem werden ein Visum und ein Ehefä­hig­keits­zeugnis benötigt. Um die notwen­digen Voraus­set­zungen für die binationale Ehe zu treffen und die Konse­quenzen der Eheschließung im Heimatland des Nicht-EU-Partners zu überblicken, ist ein Rechts­bei­stand empfeh­lenswert.

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Ehe muss in beiden Ländern erlaubt sein

Bei einer Heirat zwischen Nicht-EU-Bürgern und deutschen Staats­an­ge­hö­rigen müssen beide Partner nach dem Recht ihres Heimat­landes ehefähig sein. Das bedeutet zunächst, dass sie volljährig sind. Darüber hinaus dürfen keine sogenannten Ehehin­de­rungs­gründe bestehen. Ein klarer Hinde­rungs­grund wäre zum Beispiel, dass die Person in ihrem Heimatland bereits verhei­ratet ist. In Deutschland prüft das Standesamt die Ehefä­higkeit. Der Nicht-EU-Bürger muss gemäß § 1309 Bürger­liches Gesetzbuch (BGB) ein Ehefä­hig­keits­zeugnis vorlegen. Das Zeugnis ist sechs Monate gültig und wird entweder vom Konsulat oder von der Heimat­be­hörde ausge­stellt. Eine Befreiung von dieser Zeugnis­pflicht ist nur unter sehr strengen Auflagen möglich.

Binationale Ehe bringt nicht automa­tisch doppelte Staats­bür­ger­schaft

Das Aufent­halts­recht ist im Falle einer Hochzeit klar geregelt: Wenn die Heirat der Zweck des Aufent­halts ist, reicht ein Schengen-Visum nicht aus. Es muss ein natio­nales Visum beantragt werden. Dieses ist drei Monate gültig und wird problemlos um weitere drei Monate verlängert. Sollten die Hochzeits­vor­be­rei­tungen länger dauern, kann mitunter eine Aus- und Wieder­ein­reise nötig sein.

Eine binationale Ehe erzeugt ein dreijäh­riges Aufent­halts­recht. Im Anschluss daran erhält der auslän­dische Ehepartner ein zeitlich unbefris­tetes Nieder­las­sungs­recht. Beides gilt, sofern dem keine Gründe entge­gen­stehen, wie etwa schwere Straf­taten, eine frühere Ausweisung oder eine mittler­weile einge­tretene Scheidung.

RechtsschutzDie binationale Ehe bringt nicht automa­tisch den Erwerb der deutschen Staats­bür­ger­schaft mit sich, erleichtert aber ihre Beantragung. Nach drei Jahren Aufenthalt oder zwei Jahren Ehe können sich nicht-deutsche Staats­bürger um die Einbür­gerung bemühen.

Gleich­ge­schlecht­liche Ehe

Für gleich­ge­schlecht­liche Paare bietet Deutschland keine Möglichkeit zur Ehe, sondern die Eintragung der Lebens­part­ner­schaft. Sie ist der Ehe hinsichtlich der recht­lichen Pflichten und Privi­legien gleich­ge­stellt und steht auch für die Heirat zwischen Nicht-EU-Bürgern und deutschen Staats­an­ge­hö­rigen offen. Zu bedenken ist, dass diese Eintragung in den meisten anderen Staaten nicht anerkannt wird.

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