Zeit­um­stel­lung: Hat sie Aus­wir­kun­gen auf die Arbeits­zeit? Rido, Fotolia

23. März 2017, 11:32 Uhr

Kürzere oder längere Schicht? Zeit­um­stel­lung: Hat sie Aus­wir­kun­gen auf die Arbeits­zeit?

Viele Arbeitnehmer fragen sich, ob die Zeitumstellung zu Änderungen bei der Arbeitszeit führt. Das betrifft vor allem Menschen, die in der Nachtschicht tätig sind. Für sie bedeutet die Zeitumstellung auf Sommerzeit eine kürzere Schicht – im Herbst müssen sie dagegen eine Stunde länger arbeiten.

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Zeit­um­stel­lung und Arbeits­zeit: Was ist zu beachten?

Für viele Arbeitnehmer hat die Umstellung keine Auswirkungen auf ihre Arbeitszeit. Relevant ist sie aber für Beschäftigte, die in Nachtschicht arbeiten. Bei ihnen sorgt die Zeitumstellung auf Sommerzeit für eine kürzere Arbeitszeit in dieser Nacht. Die Stunde muss auch nicht nachgearbeitet werden. Ärgerlich ist diese Situation für Beschäftigte, die kein festes monatliches Gehalt erhalten, sondern pro Stunde bezahlt werden – bei ihnen reduziert sich der Lohn. Für die fehlende Stunde wird auch kein Nachtzuschlag gezahlt.

Bei Arbeitsrechtsfragen sind wir Ihr Partner!Bei der Zeitumstellung im Herbst kann der Arbeitgeber unter Umständen fordern, dass eine Stunde mehr gearbeitet wird, damit ein lückenloser Schichtübergang stattfinden kann. Das hat zum Beispiel das Bundesarbeitsgericht im Jahr 1985 entschieden (AZ 7 AZR 276/83). Dabei handelt es sich dann um eine Überstunde. Ein Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder der Arbeitsvertrag können genaue Regelungen enthalten. Der arbeitsrechtliche Umgang mit der Zeitumstellung ist  vom Gesetzgeber nicht einheitlich geregelt, weshalb solche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer unterschiedlich ausfallen können.

Zeit­um­stel­lung auf Som­mer­zeit kein Grund für Zuspät­kom­men

Die Nacht von Samstag auf Sonntag, in der die Zeitumstellung auf Sommerzeit stattfindet, ist eine Stunde kürzer. Das ist allerdings kein Grund, am Sonntag oder sogar am Montag zu spät zur Arbeit zu erscheinen. Da die Uhren regelmäßig zweimal im Jahr umgestellt werden, müssen Arbeitnehmer sich darauf einstellen und dafür sorgen, dass sie trotzdem nicht verschlafen.

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