Bedachtes Verhalten bei einem Autounfall ist wichtig, um Gefahren für alle Beteiligten gering zu halten Luftbildfotograf, Fotolia

Geistesgegenwärtig handeln Verhalten bei einem Autounfall: So gehen Sie vor

11.10.2017

Ein Autounfall ist ein Schock für alle Betei­ligten. Bedachtes Verhalten bei einem Unfall ist aber wichtig, damit die Gefahr für alle Verkehrs­teil­nehmer möglichst gering bleibt und später mit der Versi­cherung alles korrekt abläuft.

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Richtiges Verhalten bei einem Autounfall: Erste Schritte

Egal ob innerorts, auf der Landstraße oder auf der Autobahn: Zunächst sollten Sie die Unfall­stelle absichern. Es kann sonst schnell zu einem weiteren Autounfall kommen. Schalten Sie das Warnblink­licht ein, um andere Autofahrer auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Wenn Sie Ihr Fahrzeug verlassen, sollten Sie eine Warnweste tragen, um besser sichtbar zu sein. Das gilt auch für andere Insassen des Fahrzeugs. Nach Möglichkeit sollten Sie sich selbst und andere Betei­ligte hinter der Leitplanke bezie­hungs­weise in ausrei­chender Entfernung in Sicherheit bringen. Stellen Sie das Warndreieck auf, damit andere Fahrer den Unfall recht­zeitig bemerken. Auf der Autobahn ist zum Beispiel ein Abstand von 150 bis 400 Metern zur Unfall­stelle sinnvoll. Falls Personen verletzt sind, sollten Sie Erste Hilfe leisten und bei schwe­reren Verlet­zungen den Notruf 112 wählen.

Polizei rufen oder nicht?

Es ist zur Sicherheit in den meisten Fällen sinnvoll, die Polizei zu verstän­digen. Nur bei einem kleinen Blech­schaden mit klarer Schuld­frage können Sie darauf verzichten und sich mit dem Unfall­gegner über die Regulierung des Schadens einigen. Bei schweren Schäden, wenn es Tote oder Verletze gibt, bei unklarer Schuld­frage oder wenn ein Betei­ligter unter Alkohol­ein­fluss steht, müssen Sie immer die Polizei rufen.

Verhalten Sie sich aller­dings vorsichtig, wenn es um das Anerkennen von Schuld geht, denn daraus können Nachteile für Sie entstehen. Es kann zu Problemen mit Ihrer Kfz-Versi­cherung kommen, wenn Sie vorschnell die Schuld am Unfall anerkannt haben. Unter Umständen leistet die Versi­cherung dann nur für einen Teil der Schäden. Konzen­trieren Sie sich statt­dessen darauf, den Unfall­hergang sachlich und neutral zusam­men­zu­fassen. Bei Bedarf lässt die Versi­cherung später ein Gutachten erstellen, um die Schuld­frage zu klären.

Autounfall: Beweise sammeln und Kontakt­daten austau­schen

Wenn die Polizei­be­amten eintreffen, kümmern sie sich um die Beweis­si­cherung und erstellen einen Unfall­be­richt. Gerade wenn Sie auf die Polizei verzichten, müssen Sie selbst die Beweise dokumen­tieren. Machen Sie Fotos von den Schäden sowie eine Skizze vom Unfallort und notieren Sie sich den Hergang des Unfalls. Diese Daten sollten Sie auch mit dem Unfall­gegner abstimmen. Tauschen Sie außerdem Kontakt­daten mit ihm aus: Am wichtigsten sind Name, Anschrift, Telefon­nummer, Kfz-Kennzeichen, Versi­cherung und Versi­che­rungs­nummer. Beide Seiten dürfen den Unfallort erst verlassen, wenn diese Daten ausge­tauscht sind.

Schadens­re­gu­lierung über die Versi­cherung

Zum richtigen Verhalten nach einem Autounfall gehört auch der Kontakt mit der Kfz-Versi­cherung. Melden Sie den Unfall möglichst schnell Ihrem Versi­cherer, spätestens innerhalb einer Woche. Wenn Sie der Unfall­ver­ur­sacher sind, muss Ihre Kfz-Haftpflicht den Schaden des anderen Fahrers übernehmen.

Schäden am eigenen Auto werden bei selbst verschul­deten Unfällen dagegen nur von einer Vollkas­ko­ver­si­cherung getragen – sofern sie nicht durch grobe Fahrläs­sigkeit verur­sacht wurden. Vorsicht: Wenn Sie den Autounfall gar nicht melden oder dabei falsche Angaben machen, riskieren Sie, dass die Versi­cherung die Zahlung verweigert.

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