Geis­ter­fah­rer: So reagieren Sie richtig. Ein ver­schwom­me­nes Bild auf dem man eine Straße und ein ent­ge­gen­kom­men­des Auto erahnen kann. Petair, Fotolia

20. Dezember 2016, 13:04 Uhr

Kol­li­si­ons­kurs auf der Autobahn Geis­ter­fah­rer: So reagieren Sie richtig

"Achtung, eine Gefahrenmeldung! Auf der A1 kommt Ihnen ein Falschfahrer entgegen!" Oder ein Geisterfahrer, wie er im Volksmund heißt. Doch egal, wie er genannt wird, eine solche Nachricht im Verkehrsfunk bedeutet Alarmstufe Rot für alle Betroffenen.

Und wenn es doch mal kracht: Ein Verkehrs-Rechtsschutz sichert Sie ab. >>

Geis­ter­fah­rer: Bloß keine Panik!

Ein anderes Auto ist auf potenziellem Kollisionskurs zu Ihnen unterwegs, und das auf der Autobahn typischerweise mit hoher Geschwindigkeit. Die Zeit für Gegenmaßnahmen ist also knapp – doch Panik ist fehl am Platz. Wer überlegt agiert, kann das Crash-Risiko deutlich mindern.

Die erste Pflicht bei einem Geisterfahrer auf der eigenen Spur: Tempo drosseln und im Verkehrsfluss bleiben. Also nicht (plötzlich) bremsen, weil das zu Auffahrunfällen führen kann. Wechseln Sie auf die rechte Fahrbahn oder bleiben Sie dort. Überholen ist damit natürlich tabu.

Im Zweifel: Runter von der Strecke – aber nicht über­stürzt

Fahren Sie aufmerksam und halten Sie genügend Sicherheitsabstand zum Fahrzeug vor Ihnen ein. Falls Sie die Situation überfordert und verunsichert, dann ziehen Sie sich am besten selbst aus dem Verkehr: Steuern Sie dann einen Parkplatz an oder scheren Sie bei der nächsten Ausfahrt aus. Wenn Sie trotz Falschfahrer weiter auf der Autobahn bleiben, dann achten Sie auf den Standstreifen. Im Notfall können Sie auf ihn ausweichen.  Und natürlich sollten Sie immer mit einem Ohr beim Verkehrsfunk sein, um die weitere Entwicklung zu verfolgen beziehungsweise eine Entwarnung nicht zu verpassen.

Advocard-VerkehrsrechtsschutzVer­se­hent­lich zum Falsch­fah­rer geworden? Das können Sie tun

Und falls Sie selbst zum Falschfahrer geworden sind? Das geht übrigens schneller, als viele denken. Manchmal reichen dafür schon ungünstige Witterungsverhältnisse, schlechte Sicht sowie eine unübersichtliche oder komplizierte Verkehrsführung aus. Geisterfahrer können aber selbst die Situation entschärfen. Dazu sollten Sie zunächst sowohl das normale Fahrlicht als auch die Warnblinkanlage einschalten.

Anschließend kommt es darauf an, das Auto auf dem nächstgelegenen Fahrbahnrand – auf der Autobahn ist das der Mittelstreifen – abzustellen. Dann heißt es auszusteigen, sich hinter der Mittelplanke in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu alarmieren (Notruf 110). Natürlich droht anschließend ein Verfahren und meist auch gerichtlicher Prozess. Was Falschfahrer auf keinen Fall tun sollten, ist: Wenden und versuchen, den Standstreifen zu erreichen. Beides erhöht die Unfallgefahr dramatisch.

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