Wer beim einem Unfall mit einem Carsharing-Auto den Schaden übernehmen muss, steht im Mietvertrag eyetronic, fotolia

Unfallschutz bei Carsharing Carsharing-Unfall: Was tun und wer haftet?

16.06.2017

Bei einem Carsharing-Unfall stellt sich die Frage, wer für den Schaden aufkommt. Gewerb­liche Anbieter und private Vermitt­lungs­platt­formen haben Versi­che­rungs­schutz, aber in der Regel mit Selbst­be­tei­ligung.  Es ist wichtig, Schäden zu prüfen und zu dokumen­tieren.

Beim Autofahren rechtlich abgesi­chert sein. >>

Bei Carsharing-Unfall sind Fahrzeuge versi­chert

Carsharing ist gerade in Städten mit hohem Verkehrs­auf­kommen beliebt. Wo der öffent­liche Perso­nen­nah­verkehr gut ausgebaut ist und Parkplätze Mangelware sind, lohnt sich oft ein eigener Pkw nicht. Für die indivi­duelle Mobilität in beson­deren Fällen wird dann gern die schnelle Fahrzeug-Miete bei einem Carsharing-Anbieter in Anspruch genommen. Aber was passiert, wenn an dem Mietfahrzeug ein Schaden verur­sacht wird?

Die Frage beant­wortet sich aus dem Mietvertrag, den Sie abgeschlossen haben. Generell sind alle Fahrzeuge im Carsharing wie bei herkömm­lichen Autover­mie­tungen durch ein Versi­che­rungs­paket geschützt. Im Mietpreis sind entspre­chende Haftpflicht- und Teilkasko- bezie­hungs­weise Vollkasko-Versi­che­rungen enthalten. Damit sind Schäden abgedeckt, die durch den Fahrzeug­ge­brauch Dritten zugefügt werden oder die durch Brand, Explosion, Diebstahl, Natur­ge­walten oder Vanda­lismus am Pkw entstehen. Einen selbst verur­sachten Schaden übernimmt die Vollkas­ko­ver­si­cherung.

Selbst­be­tei­ligung bei Schaden kann teuer werden

Dieser Versi­che­rungs­schutz findet sich neben gewerb­lichen Anbietern auch bei Platt­formen, über die private Fahrzeuge im Carsharing vermittelt werden. Der Fahrzeug-Eigen­tümer möchte ja nicht für Schäden aufkommen, die ein anderer Fahrer verur­sacht hat, und dadurch seinen privaten Schadens­frei­heits­rabatt gefährden.  Sie sind also bei einem Carsharing-Unfall abgesi­chert, wenn Sie ein Carsharing-Auto mieten, in der Regel sogar bei einem selbst verschul­deten Unfall. Auf eines sollten Sie jedoch achten: Entsteht bei einem Carsharing-Unfall ein Schaden, müssen Sie regel­mäßig einen gewissen Anteil der Schadens­summe selbst bezahlen.

Diese Selbst­be­tei­ligung kann je nach Vertrag bis zu 1.000 Euro oder mehr betragen. Prüfen Sie daher vorab in den Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen (AGB), was bei einem Carsharing-Unfall auf Sie zukommen kann. Viele Anbieter haben das Angebot, durch eine Zusatz­ver­si­cherung oder Zusatz­ge­bühren die Höhe der Selbst­be­tei­ligung zu senken. Bei sehr hoher Selbst­be­tei­ligung oder häufiger Carsharing-Nutzung kann es sich lohnen, dieses Angebots anzunehmen.

Fahrzeug immer auf Schäden kontrol­lieren

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie nur für Schäden aufkommen müssen, die von Ihnen verur­sacht wurden. Das kann bei Mietwagen mit ständig wechselnden Fahrern ein Problem werden.  Bei einigen Anbietern muss der Benutzer beweisen, dass er nicht für den Schaden verant­wortlich ist. Unter­suchen Sie daher vor dem Fahrt­an­tritt und nach der Rückgabe das Fahrzeug auf einen mängel­freien Zustand. Dokumen­tieren Sie den Zustand bezie­hungs­weise festge­stellte Schäden mit Datum und Uhrzeit – idealer­weise mit Fotos, beispiels­weise mit der Smart­phone-Kamera. Einen Schaden sollten Sie immer unver­züglich dem Anbieter melden.

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