Beim Auto tunen ist nicht alles erlaubt pixelpoems.de, Fotolia

Individuell im Straßenverkehr Auto tunen: Was ist erlaubt und was nicht?

Wollen Sie Ihr Auto tunen, stehen Ihnen schier unend­liche Möglich­keiten offen, um das Fahrzeug technisch, optisch und akustisch Ihren Wünschen anzupassen. Sofern Sie mit dem Wagen aber noch am regulären Straßen­verkehr teilnehmen wollen, müssen Sie beim Auto-Tuning die recht­lichen Beschrän­kungen durch die Straßen­ver­kehrs­ordnung (StVO) beachten.

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Welche Bauteile dürfen beim Auto-Tuning ungeprüft verändert werden?

Zubehör­teile, die mit den Serien­teilen des Fahrzeugs vergleichbar sind, haben in der Regel eine Allge­meine Betriebs­er­laubnis (ABE) oder Allge­meine Bauart­ge­neh­migung (ABG) für Deutschland und müssen nicht extra abgenommen werden. Teile mit EG- oder ECE-Geneh­migung sind sogar europaweit zulässig. Für all diese Tuning-Einbauten müssen Sie lediglich die Geneh­mi­gungs­un­ter­lagen mitführen, um bei einer Verkehrs­kon­trolle keine Probleme zu bekommen.

Es kann aller­dings sein, dass sich Teile gegen­seitig beein­flussen, und durch die Wechsel­wirkung geneh­mi­gungs­pflichtig werden, obwohl die Einzel­teile es nicht sind. Das kann zum Beispiel bei bestimmten Kombi­na­tionen von Reifen und Lenkrädern der Fall sein. Hinweise dazu finden Sie in der Regel in den Geneh­mi­gungs­un­ter­lagen des Bauteils.

Wann Sie nach dem Auto-Tuning zum Prüfer müssen

Gerade Auto-Tuning in den Bereichen des Fahrwerks, der Aerody­namik und der Felgen sind für gewöhnlich abnah­me­pflichtig. Sollten Sie unsicher sein, ob der Einbau Ihrer Tuning-Teile prüf- oder eintra­gungs­pflichtig ist, infor­mieren Sie sich am besten schon vorher bei einem Sachver­stän­digen oder einer serösen Tuning-Werkstatt. Gerade bei sehr aufwen­digem Auto-Tuning kann eine kosten­in­tensive Einzel­ab­nahme auf Sie zukommen. Einige Tuning-Maßnahmen müssen nach der Prüfung in den Fahrzeug­schein einge­tragen werden. Legen Sie dafür das Sachver­stän­di­gen­gut­achten bei der Zulas­sungs­stelle vor.

Wann kann aufgrund des Tunings die Betriebs­er­laubnis erlöschen?

Auch wenn Sie Ihr Auto tunen, muss es verkehrs­sicher bleiben. Andern­falls kann Ihnen die Betriebs­er­laubnis entzogen werden. Diese Möglichkeit besteht laut § 19 Absatz 1 StVO bei:

• Änderung der zugelas­senen Fahrzeug­klasse
• zu erwar­tender Gefährdung des Straßen­ver­kehrs
• Verschlech­terung der Abgas­werte
• Erhöhung des Lärmaus­stoßes
• Ungeprüfter Verbauung abnah­me­pflich­tiger Teile

Verboten sind deshalb zum Beispiel Lachgas­ein­spritzung, Lackie­rungen in Neonfarben oder Farbän­de­rungen der Lichter. Um Bußgelder oder einen Entzug der Betriebs­er­laubnis zu vermeiden, sollten Sie relevante Umbauten immer von einem Sachver­stän­digen abnehmen lassen.

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